II. Die Technische Hochschule zu Hannover.
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Dem stetigen Anwachsen der Frequenz und der Vermehrung derLehrfächer und Sammlungen entsprach die Ausführung eines Erweiterungs-baues, der, im Frühjahr 1853 begonnen, schon im Herbst des folgendenJahres in Benutzung genommen werden konnte. Durch diesen Bau er-hielt die Anstalt ein chemisches Laboratorium, das hinsichtlich seinerAusrüstung mit den besten Instituten dieser Art in Konkurrenz tretenkonnte.
Der räumlichen Erweiterung der Anstalt folgte im nächsten Jahrzehnteine bedeutende Verstärkung des Lehrpersonals und im Zusammenhängedamit eine Verschiebung und Erweiterung einzelner Unterrichtsfächer.
Für die mathematischen Fächer wurden in den Jahren 1856 bis 1858drei neue Lehrkräfte berufen, und für das Freihandzeichnen wurde nebenden bereits vorhandenen zwei Lehrern ein dritter angestellt.
Auf dem Gebiete der naturwissenschaftlichen Fächer wurden imJahre 1858 die praktischen Arbeiten im chemischen Laboratorium vonden Vorträgen über theoretische und technische Chemie abgetrennt unddem neuberufenen Lehrer der Chemie, welcher zugleich über analytischeChemie zu lesen hatte, übertragen. 1860 wurden Vorträge über an-gewandte Physik und 1869 encyklopädische Vorträge über Chemie, Physikund Mineralogie in den Lehrplan aufgenommen.
Die Zahl der Lehrer für Architektur wuchs in den Jahren 1863 bis1869 von 2 auf 4. Diese Vermehrung ermöglichte es, den Unterricht inder Baukunst auf einen vierjährigen Kursus einzurichten.
Mit dem Jahre 1861 wurde unter Berufung einer zweiten Lehrkraftder Unterricht im Bauingenieurwesen in vier Fächer getheilt, deren zweiden "Wasserbau und den Bau hölzerner und steinerner Brücken, dieanderen zwei den Strassen- und Eisenbahnbau sowie den Bau eisernerBrücken umfassten. Auch im Maschinenbau trat eine schärfere Gliederungder einzelnen Fächer unter gleichzeitiger Vermehrung der Lehrkräfte ein.
Im Jahre 1864 wurde mit Vorlesungen über Geschichte, Baurecht undBaupolizei sowie mit dem Unterricht iu französischer und englischerSprache begonnen, und 1873 erfolgte die Berufung eines Dozenten fürNationalökonomie, nachdem ein Jahr zuvor das Modelliren aus demUnterricht ausgeschieden und das Linearzeichnen mit der darstellendenGeometrie vereinigt worden war.
Nach dem im Jahre 1863 erfolgten Tode des zweiten Direktors derPolytechnischen Schule wurde von der Ernennung eines Nachfolgers Ab-stand genommen und an seiner Stelle durch Ministerialerlass vom14. September dess. Js. dem ersten Direktor ein Syndikus bei"gegeben, welcher den Sitzungen der Verwaltungskommission und der ausdem Lehrerkollegium gebildeten Ausschüsse mit Sitz und Stimme bei-zuwohnen hatte. Zu den Ausschüssen gehörte der neuerdings gebildeteDisziplinarausschuss, bestehend aus vier Lehrern und dem Syndikus, und
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