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Die technischen Hochschulen in Preussen : eine Darstellung ihrer Geschichte und Organisation nach amtlichen Quellen
Entstehung
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I. Die Technische Hochschule zu Berlin.

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der bisherigen Leitung das Direktorium der Kunstakademie. DurchKabinets-Ordre vom 31. Dezember 1823 wurde diese Verbindung wiedergelöst. Diese Ordre bestimmte, dass die bisherige Bauakademie künftigzwei Abtheilungen erhalte, nämlich eine für die höhere Baukunst, dieandere für das Technische des Bauwesens, mit der Maassgabe, dassletztere sich zugleich auf die Bildung von Provinzial-Baumeistern undFeldmessern erstrecke. Die erstere Abtheilung soll bei dem Ressort desUnterrichts-Departements und bei der Akademie der Künste verbleiben,die andere aber an das Handels - Ministerium unter Einwirkungdes erstgedachten Ministeriums bei Fesstellung des Lehrplans fürdieselbe übergehen. Die Abtheilung bei der Akademie der Künste, welchedie höhere Baukunst und den ästhetischen Theil derselben pflegen sollte,war nicht von Bestand. Sie ging nach einigen Jahren ein, weil diejungen Architekten es am fleiseigen Besuch des Unterrichts fehlen Hessen.Dagegen gelangte die andere Abtheilüng unter der Leitung des Ober-Landesbaudirektors Eytelwein zur rascher Blüthe

Die Unterrichtsfächer waren hier: 1. Arithmetik, Algebra, Elementar-geometrie. 2. Trigonometrie, Körperlehre, beschreibende Geometrie, Per-spektive. 3. Analysis und höhere Geometrie. 4. Praktische Geometrie.5. Statik fester Körper und Hydrostatik. 6. Mechanik fester Körper undHydraulik. 7. Maschinenlehre. 8. Allgemeine Baulehre und Konstruktionder einzelnen Theile eines Gebäudes. 9. Stadtbaukunst. 10. Oeko-nomische Baukunst. 11. Strassen-, Brücken-, Kanal- und Schleusenbau.12. Strom-, Deich- und Hafenbau. 13. Maschinenbau. 14. Physik,Chemie und Mineralogie in Beziehung auf Baukunst. 15. Situations-zeichnung. 16. Freihandzeichnen und Bauverzierungen. 17. Archi-tektonische und Maschinenzeichnungen. 18. Modelliren.

Der Unterrichtskursus begann im Oktober, wo auch die Aufnahmeder neuen Eleven erfolgte. An der schulmässigen Beaufsichtigung derSchüler und an der Abhaltung von Repetitionen in jedem Semester wurdefestgehalten.

Im Jahre 1831 übernahm der Direktor der inzwischen ins Leben ge-tretenen Gewerbeakademie, Beuth, auch die Leitung der Bauakademie, diebald darauf in den eigens für sie errichteten Neubau am WerderschenMarkte übersiedelte.

Unter ihm erlebte das Institut zugleich mit der Neuordnung des ge-lammten Yorbildungs- und Prüfungswesens für den Staatsdienst einevollständige Umgestaltung. Der NameBauakademie wurde inAll-gemeine Bauschule umgewandelt, und die Aufnahmebedingungenwurden, entsprechend den unter dem 8. September 1831 erlassenenPrüfungsvorschriften für die Baubeamten, aufs Neue gesteigert. DieseVorschriften verlangten für den Eintritt derjenigen, die später sich demStaatsdienst widmen wollten, den Nachweis der absolvirten Gymnasial-

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