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Thomas, durch Krankheit daran gewöhnt, die Kund-gebungen seiner Nerven zu beobachten, hatte sich in dieserseltsamen Sekunde vorgebeugt, eine Handbewegung nachdem Kopfe gemacht und die Zigarette fortgeworfen. Ersah im Kreise umher, ob auch die anderen es gefühlt undbeachtet hätten. Er glaubte etwas bei seiner Mutter be-merkt zu haben; den übrigen schien nichts bewußt gewordenzu sein. Jetzt blickte die Konsulin in den dicken Regen hin-aus, der die Marienkirche völlig verhüllte, und seufzte:„Gott sei Dank."
„So", sagte Tom. „Das kühlt in zwei Minuten. Nunwerden draußen die Tropfen an den Bäumen hängen, undwir werden in der Veranda Kaffee trinken. Thilda, mach'mal das Fenster auf."
Das Geräusch des Regens drang stärker herein. Erlärmte förmlich. Alles rauschte, plätscherte, rieselte undschäumte. Der Wind war wieder ausgekommen und fuhrlustig in den dichten Wasserschleier, zerriß ihn und trieb ihnumher. Jede Minute brachte neue Kühlung.
Da kam Line, das Folgmädchen Line im Laufschrittdurch die Säulenhalle und fuhr so heftig ins Zimmer herein,daß Jda Jungmann beschwichtigend und vorwurfsvoll aus-rief: „Gott, ich sage! . ."
Lines ausdruckslose blaue Augen waren weit ausgerissen,und ihre Kinnbacken arbeiteten eine Weile vergebens . .
„Ach, Fru Konsulin, ach nee, nu kamen's man stinkach Gottes nee, wak heww ick mi versiert . . .!"
„Gut", sagte Tony, „nun hat sie wieder Stücke ge-macht! Wahrscheinlich aus gutem Porzellan! Nein, Mama,dein Personal . . .!"