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„Ja, sicher, um diese Zeit. Und auch übermorgen frühnoch, wenn ich mich irgend losmachen kann . . . Aber jetztwill ich dir eines sagen, Anna . . . Ich gehe nun ziemlichweit fort, ja, es ist immerhin recht weit, Amsterdam . . .und du bleibst hier zurück. Aber wirs dich nicht weg, hörstdu, Anna? . . . Denn bis jetzt hast du dich nicht wegge-worfen, das sage ich dir!"
Sie weinte in ihre Schürze, die sie mit ihrer freien Handvors Gesicht hielt.
„Und du? . . . Und du? . . ."
„Das weiß Gott, Anna, wie die Dinge gehen werden!Man bleibt nicht immer jung ... du bist ein kluges Mädchen,du hast niemals etwas von heiraten gesagt und dergleichen ..."
„Nein, behüte! . . . daß ich das von dir verlange . . ."
„Man wird getragen, siehst du . . . Wenn ich am Lebenbin, werde ich das Geschäft übernehmen, werde eine Partiemachen ... ja, ich bin offen gegen dich, beim Abschied . . .Und auch du . . . das wird so gehen . . Ich wünsche diralles Glück, meine liebe, gute, kleine Anna! Aber wirs dichnicht weg, hörst du? ... Denn bis jetzt hast du dich nichtweggeworsen, das sage ich dir . . .!"
Hier drinnen war es warm. Ein feuchter Dust von Erdeund Blumen lag in dem kleinen Laden. Draußen schickteschon die Wintersonne sich an, unterzugehen. Ein zartes,reines und wie ans Porzellan gemalt blasses Abendrotschmückte jenseits des Flusses den Himmel. Das Kinn indie aufgeschlagenen Kragen ihrer Überzieher versteckt, eiltendie Leute am Schaufenster vorüber und sahen nichts vonden beiden, die in dem Winkel des kleinen Blumenladensvoneinander Abschied nahmen.