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1 (1922) Buddenbrooks : Verfall einer Familie
Entstehung
Seite
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Schon von weitem vollführte er mit seinem großen, hell-grauen Hut eine Gebärde der Ergebenheit . . .

Mit einem letzten, sehr langen Schritte trat er heran,indem er mit dem Oberkörper einen Halbkreis beschrieb undsich aus diese Weise vor allen verbeugte.

„Ich störe, ich trete in einen Familienkreis", sprach ermit weicher Stimme und feiner Zurückhaltung. „Man hatgute Bücher zur Hand genommen, man plaudert . . . Ichmuß um Verzeihung bitten!"

„Sie sind willkommen, mein werter Herr Grünlich!'sagte der Konsul, der sich, wie seine beiden Söhne, erhobenhatte und dem Gaste die Hand drückte. „Ich freue mich,Sie auch außerhalb des Kontors und im Kreise meinerFamilie begrüßen zu können. Herr Grünlich, Bethsy, meinwackerer Geschäftsfreund . . . Meine Tochter Antonie . . .Meine Nichte Klothilde . . . Sie kennen Thomas bereits... Das ist mein zweiter Sohn, Christian, ein Gymnasiast."

Herr Grünlich hatte wiederum auf jeden Namen miteiner Verbeugung geantwortet.

„Wie gesagt," fuhr er fort, „ich habe nicht die Absicht,den Eindringling zu spielen . . . Ich komme in Geschäften,und wenn ich den Herrn Konsul ersuchen dürste, einen Gangmit mir durch den Garten zu tun . . ."

Die Konsulin antwortete:

„Sie erweisen uns eine Liebenswürdigkeit, wenn Sie nichtsofort mit meinem Manne von Geschäften reden, sondernein Weilchen mit unserer Gesellschaft fürlieb nehmen wollten.Nehmen Sie Platz!"

„Tausend Dank", sagte Herr Grünlich bewegt. Hieraufließ er sich auf dem Rande des Stuhles nieder, den Tom