zur Tür reichte. Aber draußen, auf dem hartgefrorenenSchnee der Straßen musizierten die italienischen Drehorgel-männer, und vom Marktplatz scholl der Trubel des Weih-nachtsmarktes herüber. Außer der kleinen Clara beteiligtensich auch die Kinder an dem späten Abendessen in der Säulen-halle, bei dem es Karpfen und gefüllten Puter in über-gewaltigen Mengen gab . . .
Hier ist zu erwähnen, daß Tony Buddenbrook in diesenJahren zwei mecklenburgische Güter besuchte. Ein paarSommerwochen verlebte sie mit ihrer Freundin Armgardaus dem Besitztum des Herrn von Schilling, das Trave-münde gegenüber jenseits der Bucht an der Küste lag. Undein anderes Mal reiste sie mit Cousine Thilda dorthin, woHerr Bernhard Buddenbrook Inspektor war. Dieses Guthieß „Ungnade" und brachte nicht einen Heller ein; aberals Ferienaufenthalt war es trotzdem nicht zu verachten.
So wanderten die Jahre vorbei, und es war, alles inallem, eine glückliche Jugendzeit, die Tony verlebte.