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1 (1922) Buddenbrooks : Verfall einer Familie
Entstehung
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Wenn man im Gange war, dachte sie, war es ein Gefühl,wie wenn man im Winter auf dem kleinen Handschlitkenmit den Brüdern den „Jerusalemsberg" hinunkerfuhr: esvergingen einem geradezu die Gedanken dabei, und mankonnte nicht einhalten, wenn man auch wollte.

„Dazu Kleider und Schuhe," sprach sie, „Essen undTrinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker und Vieh ..Bei diesen Worten aber brach der alte M. Johann Budden-brook einfach in Gelächter aus, in fein Helles, verkniffenesKichern, das er heimlich in Bereitschaft gehalten hatte. Erlachte vor Vergnügen, sich über den Katechismus mokierenzu können, und hatte wahrscheinlich nur zu diesem Zweckedas kleine Examen vorgenommen. Er erkundigte sich nachTonys Acker und Vieh, fragte, wieviel sie für den SackWeizen nähme und erbot sich, Geschäfte mit ihr zu machen.Sein rundes, rosig überhauchtes und wohlmeinendes Ge-sicht, dem er beim besten Willen keinen Ausdruck von Bos-heit zu geben vermochte, wurde von schneeweiß gepudertemHaar eingerahmk, und etwas wie ein ganz leise angedeutekesZöpslein siel auf den breiten Kragen seines mausgrauenRockes hinab. Er war, mit feinen siebenzig Jahren, derMode feiner Jugend nicht untreu geworden; nur auf denTreffenbesitz zwischen den Knöpfen und den großen Taschenhatte er verzichtet, aber niemals im Leben hatte er langeBeinkleider getragen. Sein Kinn ruhte breit, doppelt undmit einem Ausdruck von Behaglichkeit auf dem weißenSpitzen-Jabol.

Alle hatten in fein Lachen eingestimmt, hauptsächlich ausEhrerbietung gegen das Familienoberhaupt. Mme. Antoi-nette Buddenbrook, geborene DuchampS, kicherte in genau