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3 (1846) [Cal - Deu]
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Dänemark. 663

Beförderung des Ausgrabens und der Aufbewahrung der zahlreichen römischen Alterthümersich zur Aufgabe gemacht hat ^).

In kirchlicher Hinsicht ist das Land in 6 katholische Diöcesen (das Erzbisthum Zaraund die Bisthümer Sebenico, Spalato, Lesina, Ragusa und Cattaro) und das nicht unirtegriechische Bisthum, besten Residenz zu Sebenico ist, getheilt. Der Reqularklerus Dal-matiens zahlte (1834) 419 katholische Mönche in 54 Klöstern und 43 Nonnen in 8Klöstern. Die Klostergeistlichkeit der nicht unirten griechischen Kirche besteht aus 54 Mön-chen in 11 Klöstern. Der Zustand der dalmatinischen Geistlichkeit ist nicht der erfreu-lichste, aber auch ihre Lage nicht die beneidenswertheste. Geistessinsterniß, Armuth,Aberglaube und Unwissenheit zeichnen die Hirten und ihre Heerden aus. Roher ist aberder griechische als der katholische Klerus. Kirchliche Feste werden mit vieler Feierlichkeitbegangen und über der Form nicht selten das Wesen ganz vernachlässigt.

Dalmatien hat zwar keine ständische Verfassung, aber eine gleiche Form der Ad-ministration mit den übrigen deutschen Erbländern. Das k. k. Gubernium zu Zara,an dessen Spitze ein Civil - und Militär - Gouverneur steht, leitet mit den ihm unter-stehenden Kreisämtern zu Zara, Spalato, Ragusa und Cattaro die politischen Ge-schäfte des Landes '^). S.

Dampfboot, Dampftvagen, s. Eisenbahnen.

Dampfmaschinen, siehe Arbeit ersparende Maschinen und Ma-schinen.

Dänemark. Das wechselnde Steigen und Fallen der Staaten, welchem derBlick des aufmerksamen Beobachters in der ältern wie in der neuern Völkergeschichte be-gegnet, ist gleichwohl in den eben genannten Perioden von sehr verschiedener Art. Znder alten Welt hatten die Völker, wie noch jetzt die einzelnen Menschen, nur EineBlüthezeit; war diese einmal verflossen, so kehrte sie niemals wieder; inderneuerngleichen manche Völker gewissermaßen den perennirenden Gewächsen, welche mit Eintrittder rauhem Jahreszeit zwar zu blühen aufhören, aber nach einigem Ausruhen und unterMitwirkung günstiger Witterungseinflüsse den früheren Kreislauf neuerdings beginnen.Woher dieser Unterschied? Er rührt, eben wie bei den Gewächsen, von der verschiedenenNatur und Beschaffenheit der Völker her. Wo die Lebenskraft erschöpft ist, da vermagauch der geschicktestrArzt nicht mehr zu helfen und der Kranke stirbt am Marasmus senilis.Aber auch das Alter kann eingeimpft oder dessen Eintritt durch Beobachtung vernünftigerLebenscegeln sehr verzögert werden. Deshalb überdauerte der römische Freistaat die assy-rischen und persischen Despotien um so viele Jahrhunderte. Außer der unheilbarenAltersschwäche giebt es indeß so mannigfaltige Krankheitsübel, welche die Völkerwie die Einzelnen in der Kraft der männlichen Jahre befallen, mit denen man lange zwi-schen Hoffnung und Furcht sich herumschleppt, die aber durch geschickte ärztliche Behand-lung und bei gehöriger Folgsamkeit des Kranken allerdings wohl geheilt werden können.Dies war und ist der Fall so mancher neuerer Völker; wir glauben uns nicht zu irren,wenn wir es auch für Dänemarks Fall halten. Möge die ärztliche Behandlung, welcheunter Friedr i ch's VI. Auspicien vor Kurzem so glücklich begann, mit der erforderlichenConsequenz durchgeführt und so die völlige Herstellung der Gesundheit des dänischen Staats-körpers bewirkt werden!

Das Königreich Dänemark, welches sowohl der Benennung als der Geschichte undrechtlichen Verhältnisse wegen von den Herzogthümern Schleswig, Holstein und Lauen-burg abgesondert betrachtet werden muß, begreift in seinem jetzigen beschränktem Umfangenur noch 699 ll> Meilen, mit einer Bevölkerung von etwa 1,235,000 Einwohnern, die.

16) S- darüber die Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode. Wien1832. 4. Quartal. Decbr. S. 1188.

17) S. vr. I. Kudler's Versuch einer tabellarischen Darstellung des Organisnnrs derösterreichischen Staatsverwaltung. Mit erläuternden Anmerkungen, Wien 1824.