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Holzvorräthe für sie an und suchte ihnen durch eine zweckmäßige Beschäftigung den nöthigenUnterhalt zu verschaffen. Für das Schulwesen, das ihm vorzüglich am Herzen lag, erwieser sich besonders thätig, führte einen bessern Lehrplan ein, schied die Knaben- von denMädchenschulen und fügte zu dem gewöhnlichen Unterrichte den in zweckmäßigen Hand-arbeiten. Er erhöhete den Gehalt der Lehrer und der Geistlichkeit ohne Rücksicht auf dieVerschiedenheit der Eonfessionen, indem er die Katholiken wie die Evangelischen behandelte.Zu Regensburg legte er einen botanischen Garten an, verbesserte die Einrichtung des katho-lischen und evangelischen Krankenhauses und sorgte für eine gute Pflege der armen Waisen.Es war ein schönes Bedürfniß seines edlen Herzens, den Unterricht zu fördern und denDürftigen ihr hartes Loos zu erleichtern, und so sehen wir ihn allenthalben mit der Ver-besserung der Schulen und der Armenpflege beschäftigt. Daß er Künste und Wissenschaf-ten , Gelehrte und gelehrte Anstalten oft auf eigene Kosten unterstützte, darf ihm kaum alsOpfer angerechnet werden, weil er darin seinen Genuß fand. Das war sein Luxus, dereinzige, den er kannte. Da Dalberg Regensburg verließ, schenkte er alle herrschaftlichenGefälle, die ihm als Regenten zustanden, im Betrage von hundert und vier und vierzigtausend Gulden, den Stiftungen und Wohlthatigkeitsanstalten daselbst. So nahm erAbschied von ihm ergebenen Menschen, die ihn liebten und verehrten, und suchte sie mitihrem Schicksale zu versöhnen, das ihnen einen andern Regenten gab. Er selbst sprachihnen in einem eigenen Schreiben Trost zu und richtete ihr Herz durch die Versicherung auf,daß der gute König, dem sie zugefallen, für seine treuen Unterthanen ein väterliches Ge-müth habe.
Zu Aschaffenburg und Wetzlar wirkte Karl Theodor in gleichem Geiste- Das KlosterSchmerlenbach richtete er zu einer Pflanzschule tüchtiger Seelsorger ein und bestritt dieKosten der Bildung derselben aus eignen Mitteln. Das reiche Evllegiatstist zu Aschaffen-burg widmete er dem Schul- und Erziehungswesen, bereitete den Kaplanen und dürftigenSeelsorgern ein besseres Loos und verwendete die ihm zugefallenen Güter des deutschenOrdens zu religiösen Zwecken, besonders aber zur Ausstattung neuer Pfarreien undKaplaneien, deren Zahl mit der gestiegenen Bevölkerung nicht im Verhältnisse stand. Aufgleiche Weise trug er zu Wetzlar für die Armen- und Bildungsanstalteu väterliche Sorge,gründete auf seine Kosten eine Rechtsschule und ließ seine thätigste Verwendung für diezahlreichen Beamten und Angestellten des ehemaligen Reichskammergerichts, die durch dieAufhebung der Reichsverfassung brodlos geworden waren, einlreten und trug selbst zudiesem Zweck hundert tausend Gulden Wiener Währung bei. Nur drei Jahre war KarlTheodor Landesherr des Fürstenthums Constanz gewesen, und es hatte sich in der kurzenZeit der wohlthätigen Wirkungen seiner menschenfreundlichen Thätigkeit nicht weniger zuerfreuen. Auch hier bewährte sich der Vater der Armen und Waisen, der Pfleger desUnterrichts und der Volksbildung. Besonders suchte er die Geistlichkeit ihres hohen Berufswürdig zu machen, der so bedeutend und einflußreich für die Bevölkerung ist und nur darumin seiner schönen Wirksamkeit verloren hat, weil die Geistlichen selbst ihn nicht immer imrechten Sinne zu üben wußten. Ec spornte ihre Thätigkeit und weckte ihren Eifer durchmilde Behandlung und Auszeichnung, durch eine wachsame Aufsicht über Kirchen undSchulen und einen fleißigen Besuch derselben, und feuerte den Geist der Forschung durchjährliche Preisfragen an, die er gewöhnlich aus dem Gebiete der Pastoraltheologie vorlegte.In diesem edelmüthigen Bestreben fand er einen würdigen Gehilfen in dem Gensralvikarvon Wessenberg, den man in Deutschland nur zu nennen braucht, um den ungetheiltenArisdruck der Verehrung aller Bessern hervorzurufen. So handelte, so wirkte Dalberg,wo »hm immer ein Wirkungskreis für seine menschenfreundliche Thätigkeit gegeben war.Dieselben Denkmale seiner wohlthätigen Bestrebungen hat er sich in Regensburg, Wetzlarund Eonstanz wie in Fulda und Hanau gegründet. Ist er zu Frankfurt ein Anderer ge-wesen ? Er war derselbe, und Verständige und Gerechte haben es erkannt. Die alte freieReichsstadt fühlte den Untergang ihrer frühem Selbstständigkeit schmerzlich. Wir ehrendiesen Schmerz, aber Fr«nkfurt traf das Loos, das schwerer und härter mächtige Fürsten undgroße Länder getroffen hat. Ware durch die Macht, die über Deutschland mit Willkürverfügte, Frankfurt ein anderer Regent zugetheilt worden, dann ohne Zweifel hätte es sich