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Frieden, Friedensschlüffe.
Friedens die Zahl seiner Proletarier, die in stets ungesicherter Existenz von Hand zu Mundleben, um 30 bis 40 Millionen vermehrt hat- Der Hunger peitscht die unglücklichenIrländer zu Verbrechen, und in Großbritannien verwischt die wachsende Noth des Augen-blicks bei den arbeitenden blassen die Erinnerung daran, daß ihnen vor noch nickt langerZeit die Stimme der Kanonen die Unterwerfung unter die einmal bestehende gesellschaftlicheOrdnung gepredigt hat. In Frankreich, wo die demokratische Partei wie ihre kommu-nistischen oder halb kommunistischen Nachzügler schon vor Jahren im Kampfe auf offenerStraße überwunden wurden; wo in Wahrheit die alten Parteien in voller Auflösungbegriffen sind, drängt sich wieder in vielen Provinzialstädten das von der Noth und denGegnern der Regierung gehetzte Volk zum Aufstande, während ein großer Theil der Ar-beiter von neuen socialen Ideen durchdrungen ist und steigende Forderungen an den altenStaat und die alte Gesellschaft macht. Auch Deutschland hatte nicht blos seine Tobtenvon Leipzig und Köln, sondern zugleich die Aufstände der Fabrikarbeiter in Schlesien undBöhmen, mit zahlreichen kleineren Nachspielen; und von da und dort erhoben sich wiederdie bittersten Klagen über schwer erträgliches Elend. Noch ist überall der bewaffnete Friedemit seinen Soldaten, Gmsdarmen und Polizeien Meister geblieben. Er wird es auchkünftig bleiben, wo zusammengelaufene Hausen der geordneten, geübten und von einemWillen geleiteten Macht des Staats zu trotzen wagen und die nackte Brust der Phalanxder Bajonette preisgeben, welche die Sicherheit des Eigenthums selbst in seiner jetzigenungleichen Vertheilung bewachen. Am wenigsten würde sich auch nur vorübergehendjener Communismus gewaltsam durchzusetzen vermögen, der in der Livree dieser oder jenerDoktrin nur seine Eitelkeit und seine Unvereinbarkeit mit den wahren Bedürfnissen derMenschennatur zur Schau trägt. Aber so weit die kommunistischen Gelüste und die blei-benden wohlerwogenen Interessen der unbemittelten Arbeiterbevölkerung auseinanderfal-len, es ist dennoch wahr, daß seit einem Jahrzehnt ein neues Element den Strom derWeltgeschichte über die alten Ufer und ihre Dämme hinausdrängt; daß das Proletariat undder Hunger der tief eingreifende Factor einer Politik der Zukunft geworden sind, den derSchlendrian der herkömmlichen Politik nicht zu ermessen und in Rechnung zu ziehen versteht^Denn nicht die Revolution ist noch für Europa zu fürchten, die sich in geschlossenen Reihenauf das Schlachtfeld drängt; wohl aber jener kleine Guerillaskrieg, der in stets wiederholtenAngriffen die Grundlagen der Gesellschaft allmälig untergräbt; dem jede zufällige oder ab-sichtlich herbeigeführte Stockung der Arbeit und des Erwerbs neue Bundesgenossen zu-führt, der in der Statistik der Verbrechen gegen das Eigcnthum sein furchtbar wachsendesBudget hat und endlich die Sicherheit desselben in einem Grade vernichtet, daß er denmäßigen wie den übermäßigen Besitz, den ehrlichen wie den wucherischen Erwerb mitgleicher Gefahr be'roht. Und dieser Krieg wird bereits im Osten wie im Westen geführt.Ob man mit absichtlicher Berechnung bei den Bauern Galiziens den Geist des Aufruhrsheraufbeschwor, oder ob es dafür nur eines äußeren Anstoßes bedurfte — er ist einmalvorhanden, er wird sich durch die abgebrauchten Künste der gewöhnlichen Politik nurschwer bewältigen lassen und selbst scheinbar überwunden, wird er im Stillen sortwuchernund seine Ansteckung über weitere Kreise verbreiten. Dafür ist Stoff genug vorhanden.Drangen doch selbst aus dem Inneren des streng abgeschlossenen russischen Reichs unbe-stimmte Nachrichten herüber von blutigen Kämpfen leibeigener Bauern gegen ihre adeligenGrundherren, und waren die Gerüchte übertrieben, sie scheinen doch nicht völlig grundlosgewesen zu sein. So ist es der Pöbel der Fabriken und eine rohe gedrückte Bauernmassc,die sich vom Westen und Osten her in ihren Angriffen gegen die alte Gesellschaft die Handbieten. Vor Allem kommt aber hier die Lage Frankreichs in Betracht, wo sich die Be-wegung nicht auf die niedern Kreise beschränkt, sondern im kräftigsten Kern der Bevöl-kerung, wo das Gift der Selbstsucht noch am wenigsten eingefressen hat, das Selbstge-fühl des Proletariats am Weitesten entwickelt und fast die ganze Classe der industriellen Ar-beiter zu einer stets mächtiger werdenden Opposition verbunden ist. Kommen zu denschon vorhandenen Elementen noch Handelskrisen und Nothstand; treibt der Tod desjetzigen Königs wieder die ermatteten Parteien, sich von Neuem mit ihren sich durchkreuzen-den Planen zu versuchen: so mag es zwar der Staatsgewalt und dem gemeinsamen In-
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