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angenommen und von dem Erhaltungssenate genehmigt worden. Das Volk aber übte inden Gemeinden seine Souveränetätsrechte und entschied sich — glücklicher Weise! für dasKaiserreich, das ohne diesen großen Act des Nationalwillens nicht in das Leben getretenwäre. Die Posse ward, wie gar viele Staatspofsen, mit dem ernsthaftesten Gesichte vonder Welt gespielt, und selbst ein politischer Augur konnte den andern sehen, ohne in einunanständiges und ungläubiges Lachen auszubrechen. Welch' leichtfertiges Spiel mit denVölkern getrieben wird, und wie ernst man es mit solchem Spiele nehmen muß, wennman dem Kirchenbanne oder der Staatsacht nicht verfallen will! Foy stimmte gegen dasKaiserreich, und so hatte auch das Heer seinen Carnot. Dieser Eigensinn, oder waseinfäl>ige Menschen Gewissen heißen, hat das Glück Beider nicht gefördert. Doch wardFoy mit schonender Rücksicht behandelt, weil man ihn entweder brauchbar fand, oder aufseinen Widerspruch keinen besonderen Werth legte: er blieb an seiner Stelle, eine Gunst,der sich Wenige zu erfreuen hatten, die, wie er, ihr Souveränetätsrecht ausgeübt. Ja,er blieb sogar neun Jahre an derselben Stelle und sah sich sogar dem wohlverdienten Gradeeines Generaladjutanten, den er auf dem Schlachtfelde von Zürich erhalten hatte, ent-zogen. Nach neun Jahren Buße vergab man dem Sünder, und erwarb endlich im Sep-tember 1808 zum Brigadegeneral ernannt. In dem Kriege mit Spanien und Portugalbefand er sich abwechselnd bei den Heeren in den beiden Staaten der Halbinsel und theilteden ungleichen Erfolg und alle Gefahren des erbitterten Kampfes mit seinen Waffenbrü-dern. Im Jahre 18 l 0 übertrug ihm der Oberfeldherr der portugiesischen Armee,- Mar-schall Massena, eine Sendung nach Paris. Die Lage desselben fing an bedenklich zuwerden. Es war ihm unmöglich, gegen Lissabon vorzurückcn und die Engländer zu nö-thigen, sich wieder einzuschiffen. Dem Kaiser sollte der Zustand der Dinge erklärt wer-den, um ihn in Stand zu setzen, denselben zu beurtheilen und zweckmäßige Verhaltungs-befehle zu ertheilen. Dem Marschall schien F oy der Geeignetste zur Vollziehung des Auf-trages. Dieser tra' mit einer schwachen Bedeckung seine Reise an, um fast ganz Portu-gal, das unter den Waffen stand, zu durchziehen. Zu Pan-Eocvo mit wenigen Solda-ten angelangt, sieht er sich von einer Menge Bewaffneter überfallen. Foy sammelt seineLeute um sich und leistet Widerstand, in der Hoffnung, von den Gensd'armen unter-stützt zu werden, die er in einem benachbarten Orte zurückqelassen hatte. Auch eilen diese,da sie das Feuern hören, sogleich herbei, und mit ihrem Beistände wird der Haufen zer-streut. Unterdessen war der Wagen des Generals zertrümmert und geplündert worden.Ec selbst lag unter seinem Pferde, das ein Schuß niedergestreckt hatte, und es fehlte we-nig, ^aß die rasende Menge sich seiner bemächtigte, wäre sein Beistand nicht im rechtenAugenblicke eingetroffen. Fast nackt kam er in Frankreich an, versah sich mit den nöthi-gen Kleidungsstücken und der Uniform seines Grades, um den erhaltenen Auftrag zuvollziehen. Er ward Napoleon vorgestellt, dem er den Zweck seiner Sendung aus-einandersetzte und über die stattgefundenen Operationen, die Hilfsquellen und Lage derArmee von Portugal berichtete. Der Kaiser, der F oy vorher wenig gekannt hatte, mußeine gute Meinung von ihm gefaßt haben und sehr zufrieden mit ihm gewesen sein; dennbald darauf ernannte er ihn zum Divisionsgeneral. Den Tag nach der Vorstellung F o y'sin den Tuilerien traf ein Ofsicier von dem Stabe des Fürsten von Neufchatel mit einemAufträge bei dem Kaiser ein. Das Gespräch siel auf den General, und der Ofsicier er-zählte dessen Unfall zu P.m-Corvo. Napoleon sielesauf, daß Foy dieses Auftrittesnicht erwähnt batte, ließ ihn zu sich rufen und über den Vorgang berichten. „Und warumbaden Sie," fragte der Kaiser, „mich von dieser Gefahr, dieSie bedroht, und von demVerluste, den Sie erlitten, nicht in Kenntniß gesetzt?" — „Die Sache betraf nur mich",antwortete Foy, „und ich hielt sie nicht für wichtig genug, um Ew. Majestät erzählt zuwerden." — Einige Tage später ward ihm eine Gratifikation von 20,000 Frankeif zuge-stellt. Das Wichtigste für Foy war indessen, daß erNapoleon in der Nähe sah, dersich öfter mit ihm unterhielt und Gespräche von zwei Stunden mit ihm führte. Der Kai-ser, der seine Leute kannte und zu behandeln wußte, machte einen starken, bleibenden Ein-druck aufFoy, der sich von Bewunderung hingerissen fühlte. Napoleon sprach ihmvon der Zukunft, wie er sie zu gestalten gedenke, deutete auf seine Riesenenlwürse und