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5 (1847) [Fou - Gir]
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Foy.

unterbrochen. In jener Zeit der Parteiungen und politischen Leidenschaften, die sich mitWuth bekämpften, galt kein Verdienst, kein Vorzug und keine Tugend, wenn sie nichtder Faction, die eben am Ruder war, sich unbedingt ergeben zeigte. Foy, mit seiner na-türlichen Freimüthigkeit, hatte sich über den blutigen Tag des 31. Mai, an dem dieHäupter der Gironde gefallen waren, mit Bitterkeit ausgesprochen. Der Berg, siegreichin der Gesetzgebung durch den Mord der-edelsten und besten Männer Frankreichs, die nurden Fehler hatten, daß sie den ganzen schweren Beruf ihrer Zeit, ihres Volks und ihrereigenen Stellung verkannten oder nicht gehörig würdigten, benutzte seinen Sieg, wie ihnFactionen zu benutzen pflegen, indem er die Besiegten opferte. Auch Foy ward ein-gezogen, in ein Gefängniß nach Eambrai gebracht und daselbst vor das Revolutionsgerichtgestellt. Die Untersuchung zog sich in die Länge, so daß ihn der 9. Thermidor, an demRobespierrc und die Männer des Schreckens, wie man sie nannte, ihren Feindenunterlagen, noch am Leben fand. Diesem Umstande verdankte Foy ohne Zweifel seineErhaltung. Er selbst kam 1821, als er es mit den Jakobinern des restaurirten König-thums und den Terroristen der Legitimität zu thun hatte, auf diesen Umstand seines frühemLebens in der Sitzung der Kammer vom 25. Mai zurück und sagt«: „Ich ward, damalsnoch sehr jung, der Nordarmee entrissen, wo ich die Feinde meines Vaterlandes bekämpfte,um in das Gefängniß von Joseph Lebon nach Eambrai geschleppt zu werden, und ohneden 9. Thermidor würde ich, wie so viele andere Schlachtopfer, gefallen sein. WissenSie, welches mein Verbrechen war ? Es war damals dasselbe, welches es jetzt ist, daßich nicht zart und weich zu sagen verstehe, was ich warm fühle und kräftig denke: meinVerbrechen war damals, welches es jetzt ist, daß ich das Verbrechen verabscheue, von wel-cher Seite es auch kommen mag; mein Verbrechen war damals, welches es jetzt ist, daßich mit gleicher Verwünschung die Jacobiner der Guillotine und die Jacobiner des Galgensverfolge."

In den berühmten Feldzügen der Jahre 1795 und 1796 unter Moreau diente ermit Auszeichnung an der Spitze seiner berittenen Artillerie. Da lernte er Desa ix ken-nen, der älter war als er, die Stelle eines Divisionsgenerals bekleidete und bei dem Heerein Ansehen stand, aber es doch nicht verschmähete, dem Capitän Foy, der noch keinezwanzig Jahre zählte, seine Aufmerksamkeit und dann seine Freundschaft zu schenken.„Von dieser Zeit an", sagte Foy, „öffnete sich die Welt vor meinem Blicke; in der Un-terhaltung mit diesem durch Tugend, Talent und Geist so ausgezeichneten Manne lernteich erst hen Krieg und die Politik verstehen." Zu ihm sagte Desaix, da er Bona-parte seine glorreiche Laufbahn beginnen sah: „Das ist der Mann, den ich erwartete."

Nach dem Frieden von Campo-Formio trat Waffenruhe ein, und Foy, der selbstim Felde, unter dem Geräusche der Waffen, im Angesichte des Feindes sich mit denWissenschaften, die sich auf den Staat und die Gesellschaft überhaupt beziehen, eifrig be-schäftigte, benutzte die Muße, um in Straßburg bei dem berühmten Professor Koch dasStaats - und Völkerrecht zu studiren. Im Frühling 1798 ging er als Escadronschef,wozu er noch in Deutschland auf dem Schlachtfelde ernannt worden war, zu der soge-nannten englischen Armee nach der Küste ab. Man spielte daselbst das Schauspiel einerVorkehrung zur Landung in Großbritannien, das die Engländer eben nicht in großenSchrecken setzte, aber doch über die wahre Absicht der Franzosen, die keine andere war, alsAegypten zu erobern, täuschte. Diese romantische Expedition hatte sich der Sieger Ita-liens ausgewählt. Er suchte sich zu der gewagten Unternehmung mit Männern zu um-geben , die durch Einsicht, Muth und Treue zum glücklichen Erfolge mitzuwirken beson-ders berufen schienen. Auf die dringende Empfehlung vonDesaix, die beweist, welchehohe Meinung er von seinem Freunde hatte, ernannte Bonaparte den EscadronschefF oy zu seinem Adjutanten. Dieser lehnte die Ernennung ab, welche ihm die Aussichtauf eine glänzende Zukunft bot. Man begriff diesen Schritt Foy 's nicht, und er selbstließ ihn unerklärt. Ohne Zweifel fand er es nicht räthlich, mit einem Manne in häufigeBerührung zu kommen, dem er sich durch seinen Charakter und seine Grundsätze, die erweder verbergen konnte noch wollte, kaum zu empfehlen hoffen durfte. Foy theilte wohlnicht die günstige Meinung seines Freundes Desaix, um, wie dieser, zu sagen: „Das