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Foy.
Hume's Parteilichkeit enthüllte, auch hier seine große Sache, die Freiheit. Vielleichtist der Ton für ein Geschichtswerk etwas zu warm; aber die Entschuldigung des Autors istwenigstens für sein Herz das edelste Zeugniß. „Ich kann", sagte er, „das Mislingen„ungerechter Entwürfe nicht ohne Frohlocken und triumphirende Verachtung, und den„Sieg der Bosheit über Freiheit und Gerechtigkeit nicht ohne tiefen Schmerz erzählen."Kaum war endlich Fox im Besitze der großen Gewalt zur Verwirklichung seiner Ideen undkaum hatte Alles leicht aufgeathmet, als das Steuer aus des strengen, kriegerischenPitt Händen in die des heitern, wohlwollenden „Freundes von Freiheit und Frieden"überging, so erlag auch er, kaum 59 Jahre alt. Auch Fox starb, eben so wie Pitt— gleich als hätte das öffentliche Wohl alle ihre dauernde liebevolle Fürsorge in Anspruch ge-nommen — unvermählt und kinderlos.
Als in demselben Jahre die Todesbotschaft zwei solcher Staatsmänner, wie selbst dasVaterland großer Staatsmänner, das freie Großbritannien, nie größere sah, die Theilnahmeder gebildeten Welt erregte, da war es natürlich, daß das gegen seine großen Männerdankbare, auf ihren Ruhm stolze Vaterland seinem Dank und seiner Bewunderung Aus-druck zu geben suchte.
Pitt, der zwanzigjährige erste Minister Großbritanniens, dem Tausende von Mil-lionen durch die reinen Hände gegangen waren und der sich stets mit einem, selbst beiseinem mäßigen Leben zu geringen Gehalte begnügte, hatte dem öffentlichen Dienste auchnoch sein Vermögen von 13,000 Pfund Sterl. geopfert, und mehr als dieses. Das dank-bare Vaterland mußte ihn auf öffentliche Kosten begraben lasten und seine Schulden mit40,000 Pfund Sterl. bezahlen. Für Fox, der nicht sparen konnte, hatten schon bei sei-nem Leben seine Freunde 50,000 Pfund Sterl. zusammengeschosten. Zu der Leichenfeiervon Fox kamen die Freunde der Freiheit selbst aus Schottland und Irland. Und wie wäh-rend ihres Lebens, so wurden nach ihrem Tode beider Staatsmänner Geburtsfeste durchganz England in zahlreichen politischen Gastmahlen gefeiert, das von Fox öfter in Londonvon 2000 angesehenen Männern. Prachtvolle Denkmale, so wie an andern öffentlichenOrten, so auch in der Westminsterabtei, der Grabstätte, welche Englands Könige mitdessen größten Männern vereint, erneuern das Andenken an die endlich versöhnten großenGegner. Bei einer der verschiedenen Bildsäulen von Fox deutet die Magna Charta,dieses ruhmvollste Denkmal germanischer und britischer Freiheitsidee aus den Anfängen derneueren Staatenbildung, auf den Mittelpunkt der patriotischen Bestrebungen des großenbritischen Bürgers. Auf seinem Denkmal in der Westminsterabtei rührte mich neben ähn-lichen Emblemen, auch für den Dank Irlands gegen seinen ersten Schutzredner, eineNeger-sigur, welche aus gebeugter Stellung sich emporhebt, um dem Freund der Freiheit desmenschlichen Geschlechts, dem erfolgreichen Kämpfer gegen die Schmach der Negerskla-verei, in dankbarer Huldigung mit verdientem Lorbeer die edle Stirn zu umkränzen.
Mit gerechtem Stolze mag Britannien, das durch seine Freiheit glückliche Vater-land politischer Größe und patriotischen Ruhmes, auch auf seinen Pitt blicken. Foxselbst, der Gerechte, nannte ihn ja groß, urlheilte von ihm auch während ihres Kampfes,nach Gibbon's Ausdrucke, wie ein großer Mann von dem andern urtheilen soll. Dochwas für Fox im Vergleiche mit solchem Gegner vielleicht am Rühmlichsten spricht, istdas, daß unstreitig schon jetzt, nach Ablauf eines Menschenalters seit Beider Tode, dieIdeen, die Bestrebungen ', die Verdienste von Fox eben so sehr in Anerkennung ihresWerthes gestiegen, als die seines im Leben ihn besiegenden Gegners gefallen sind. Siewerden in dem Verfolge des noch unbeendigten Kampfes zwischen der politischen Refor-mation und der Reaction in Europa noch höher steigen.
Auch politisch ist nur das dauernd groß und heilsam, was von den ewigen Ideen derMenschheit und der Gerechtigkeit ausgeht. C. Welcker.
Foy (Maximilian Sebastian) ward den 3. Februar 1775 zu Hamm in dem De-partement der Somme geboren. Seinen Vater, der früher gedient und die Schlacht vonFontenoy mitgefochten hatte, dann aber die Stelle eines Postdirectors und Mairs seinerGemeinde bekleidete, verlor er schon vor seinem fünften Jahre. Der Wittwe, Muttervon fünf Kindern, siel die ganze Sorge für die Familie zu, und sie erfüllte ihren schweren