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10 (1848) [Not - Pra]
Entstehung
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475
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Parsireltgton. 475

Wassers; Ader, des Feuers; Anahid (Venus), Bewahrerin des Samens Zoroa-> ster's; Ard, Zzed der Weisheit; Aschtad, des Ueberflusses u- s. w.

Ormuzd's sichtbare Welt. In 6 Zeitfolgen schuf er Himmel und Erde,und zwar in nachbemerkter Ordnung: Licht, Wasser, Erde, Bäume, Thiere (unter die-sen zuerst den Stier), endlich Menschen, nachdem deren Keim bereits in den Stier ge-legt war. Die ersten, reinen Menschen wurden durch Ahriman zum Bösen verführt.

Ahriman's Reich. Jedem guten Wesen in Ormuzd's Reiche sucht Ah-^ riman ein böses entgegenzustellen. So bildete er, den Amschaspand's gegenüber, einegleiche Zahl Erzdews u. s. f. Die Gesammtzahl der Dews steigt, wie jene der reinenGeister, über zehntausend Mal zehntausend. Sie werden alle vernichtet werden, ausge-nommen , nach Einigen, die Erzdews, die sich mit Ahriman zum Lichte wenden. (DemBahman entgegen steht Akuman. Astuiadist der Dew des Todes, der auch demTobten die Seele raubt. Peetesch, Dew der Lästerung und Falschheit rc.)

Tod. Der Tod ist durch des ersten Menschen Sünde von Ahriman unter die Men-schen gebracht worden. Der Brave aber, der treu in seinem Dienste wider das Böse ge-kämpft, hat vom Tode Nichts zu fürchten, denn derselbe ist für ihn nur eine Entlösungvom Kampfe. Beim Tode eilen die Dews herbei, um sich der Seele zu bemächtigen;ist sie aber gerecht und rein und hat sie sich während des Lebens die Jzeds des Himmelszu Freunden gemacht, so sind diese zu ihrem Schutze bereit. Die Seele des Gottlosenaber ist von Allen verlassen, und da sie aus Ohnmacht sich nicht selbst zu helfen vermag,so wird sie den Dews zum Raube. Einige Tage nach dem Tode langt die Seele an dergroßen Brücke Tschinevad an, der Scheidewand zwischen dieser und der anderenWelt. Hier prüft der große Richter aller Menschen, Ormuzd, mit Bahman das Lebendes Angekommenen. Nach Ormuzd's Urtheilsspruche ist der Mittelaufenthalt^ der Seele bis zur Auferstehung mehr oder minder selig oder peinigend und qualvoll.' Lobpreiset Ormuzd des Angekommenen Leben, so wird er von heiligen Jzeds überdie Brücke in ein Land der Freuden geführt und harret der fröhlichen Auferstehung. Imentgegengesetzten Falle gelangt er nicht über die Brücke, sondern wird an den Ort verwie-sen, den seine Handlungen verdienten.

Auferstehung. Gute und Böse sollen auferstehen; Erde und Wasser sollen dieGebeine der Menschen wiedergeben; Ormuzd will sie zusammensetzen, will sie mit Fleischund Adern wieder ausstatten und neu beleben. Gute sollen sich zu Guten und Böse zuBösen gesellen. Daraus soll die ganze Natur neu werden, wie der Menschnach Leib und Seele. Aber dieses ist noch nicht der Endpunkt der Dinge. Es folgennoch neue Versuche, dem Sünder Gorotman's (des Paradieses) Thore zu öffnen. Wenndie Verdammten durch in der Unterwelt erlittene Strafen gedemüthigt und geläutert sind,so müssen sie durch Feuerströme geschmolzenen Metalls im letzten Grade gereinigt werden.Alsdann genießen sie mit den Gerechten einer endlosen Seligkeit. Die ganze Natur istnun Licht, was sie sein soll; selbst der Abgrund ist nicht mehr, die Hölle ist Paradies.Ahriman's Macht liegt zertrümmert, unbestritten herrscht Ormuzd's Gesetz im weitenWeltall. Dieser, umgeben von sieben Jzeds des ersten Ranges, und mit ihm Ahriman,begleitet von sieben der Ersten seines vormaligen Reiches, bringen gemeinsam dem Ur-und Allwesen, dem Unergründbaren, ein Opferndes ewigen Lobes. Damit ist aller. Dinge Schluß.

HI. Der Zweck der Parstreligion ist: Lichtwerdung der ganzen Schöpfungherbeizuführen, den Triumph des Guten, der Wahrheit, des Lebens; die Zerstörungund Vernichtung des Todes, der Finsterniß, der Unseligkeit und des Unrechts.

Der Bekenner der Parsilehre soll sich nicht ausschließlich um sich bekümmern, inder Meinung, Ormuzd werde schon für Alle sorgen; sondern er ist nur ein Glied in derlebendigen Gesellschaft; er, als bloßer Theil des Ganzen, kann nur dann wahrhaft starkund glücklich sein, wenn es der gesammte Körper ist. So wachet er denn über seinen^ Mitbekenner Ormuzd's mit eben der Sorgfalt wie über sich selbst. Er betet nicht blosfür alle Parsen, sondern für alle reine Menschen, d. i. die den Schöpfer der Natur er-