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10 (1848) [Not - Pra]
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461
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Papiergeld. 461

theilten entsetzlich groß. Dies ist eine traurige Zugabe zu dem Papiergeld, und wenn^ man bei gehöriger Ordnung und Umsicht darin ein wohlfeiles Werkzeug des Verkehrs fin-den kann, so ist doch auf der andern Seite die Versuchung, welche es den Fälschern bietet,und der sie nur zu oft unterliegen, ein Gegengewicht, welches man nicht vernachlässigendarf." Schon Law's System hat in Betreff der Fälschungen traurige Erfahrungengemacht, und das britische Parlament ließ sich dadurch mit bestimmen, das Ausgebenkleiner Banknoten, bei denen die Fälschungen am Häufigsten Vorkommen, zu untersagen,

^ und um dieselben durch Metallmünzen im Verkehre zu ersetzen, die Bank zur Einlösungihrer Note» in Münzen, statt, wie nach Ricard o's Vorschlag früher beschlossen war,in Goldbarren anzuhalten. Dies haben wir oben schon angeführt und fügen nur nochbei, daß auch die Wechsel, die Creditpapicre aller Art und das Metallgeld Gegenständeder Fälschung sind, ohne daß man sich dadurch bestimmen lassen könnte, auf ihren Ge-brauch zu verzichten. Wenn Ricardo richtig bemerkt, daß die Verminderung derMenge des Papiergeldes ein Steigen des Werthes zur Folge habe, und dies durch dieThatsache belegt, daß die englische Bank auf diese Weise vor Wiederaufnahme der Be-zahlungen ihre Noten auf den Gleichwerth mit Gold gehoben habe so macht S ay(zwar weder zuerst noch allein) darauf aufmerksam, daß auch die Verminderung derMenge des Papiergeldes, eben weil sie ein Steigen des Werthes bewirkt, ihre Nachtheilehabe. Der Staat, welcher Anleihen in entwerthetem Gelbe gemacht hat, muß die Zinsenin der theueren Münze bezahlen; die Pächter, deren Pachtzins in entwerthetem Gelbefestgesetzt wurde, müssen ihn mit dem theueren abtragen (wenn nicht die Gutsherren einenNachlaß bewilligen, was in England nicht selten vorkam), während ihre Products gegendaS gute Geld im Preise sinken; die Steuern endlich müssen in eben so vielen Stückendes theueren Geldes entrichtet werden, als früher von dem entwertheten zu entrichten wa-ren, und werden daher um eben so viel erhöht, als das Gesd im Preise steigt. Mit einem^ Worte, nach dem Steigen des Geldpreises verlieren Alle, welche eben so viele Stücke

theueres Geld bezahlen müssen, als im entwertheten Gelbe stipulirt waren; die Empfän-ger gewinnen, was die Zahler verlieren. Nach dem Sinken des Geldpreises verhält essich gerade umgekehrt. Endlich bemerkt Say in Betreff der französischen Assignaten,daß ihre Entwerthung weit größer war, als sie im Verhältniß der ausgegebenen Mengehätte sein sollen. Angenommen, die 45 bis 46,000 Millionen Assignaten hätten die2 Milliarden Metallgeld ganz aus dem Umlaufe verdrängt, so wäre ein Sinken auf ^ihres Nennwertes durch die Menge erklärt. Sie traten aber nicht in ganz Frankreichan die Stelle des Geldes. In mehreren Provinzen kamen sie nur bei Entrichtungder Steuern und Bezahlung der Nationalgüter zum Vorscheine; in anderen, welchegegen die Regierung im Aufstande waren, wurden sie gar nicht angenommen; daher kames, daß sie viel tiefer sanken, als möglich gewesen wäre, wenn sie zum einzigen Umlaufs-mittel hätten gemacht werden können, und daß, wie Say als Beispiel erzählt, ein PfundButter mit 600 Franken bezahlt wurde. (Vergl. den Art. Assignaten.) Dieunbedingten Gegner des Staatspapiergeldes (das nicht einlösbar und das in einemIwangscurS ausgegeben oder als gesetzliches Zahlungsmittel erklärt wird) nehmen ihre Ar-gumente von den großen und gewichtigen Beispielen der verderblichen Folgen her, welcheder Misbrauch des Papiergeldes, veranlaßt durch die -Finanznoth einer nicht controlirtenStaatsgewalt, über die Völker gebracht hat. Verleitet durch ihr Rechts - und Menschlich-^ keitsgefühl übersehen sie, daß es Bedingungen giebt, unter welchen das Papier mit Nutzen als

Umlaussmittel gebraucht werden kann. Unter diese Gegner gehört Simonde deSismondi. Es existirt von ihm eine eigene Schrift:On kodier monunie et ckesmo^ens ile le supprimer" (aus der Zeitschrift Pallas, Jahrgang 1810, 1. Stück,besonders abgedruckt, Weimar, 1810), worin er das Ausgeben von Staatspapiergeldgeradezu für Falschmünzerei erklärt. Während die Souveräne (sagt er S. 8) die Falsch-münzer jederzeit mit gerechter Strenge bestraft haben, ließen sie sich allmälig und ohne dieGröße des Uebels, welches sie der Gesellschaft zufügten, zu ahnen, dazu verleiten, diefalscheste aller Münzen, ihre Assignaten auszugeben. Das Beispiel der Banken und ihrerNoten hat sie verführt; sie glaubten, ohne Gewissensscrupel etwas befehlen zu dürfen,