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10 (1848) [Not - Pra]
Entstehung
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Papiergeld.

zur Erweiterung, Befestigung und Verbreitung des Zutrauens unter den Handelsleuten> dient, welches in gewissem Maße schon unabhängig von dem Papiere vorhanden war undauch in einem gewissen Grade bleiben würde, wenngleich alle papierenen Creditzettel ver-nichtet würden. Die Entstehung und Vortheile der Wechsel, der Versprechungsscheine(>>r«mi88or)' note8, wodurch sich der Aussteller zur Bezahlung einer bestimmten Summeverpflichtet und den Empfang der Valuta bekennt, eine Art trockene Wechsel, wie diefranzösischen b>Iiat8, welche durch das Gesetz Wechselkraft erhalten); ferner der Hilfs-f briefe oder Hilfswechsel (notos uiul l-ills »k sccomollation), der erdichteten Wechsel(kictinns Kill«), welche ebenfalls discontirt werden, denen aber kein wirklicher Waarenkaufzu Grunde liegt, und welche der Verfasser nicht für so verwerflich halt wie Adam Smith,weil man durch diese Wechselreiterei doch zuweilen von dem Wechselkurs prositiren könne:diese Gegenstände unterwirft Th o rnton einer gründlichen und lehrreichen Erörterungund kommt dann auf den Nutzen der Banken und der Noten. Hier bemerkt er unter An-derem, daß der Belauf vorhandener Wechsel zwar größer sein möge als alle Arten vonBanknoten und alle Guineen zusammengenommen, daß aber diese doch eine weit größereMenge von Geschäften vermitteln, weil sie schneller und leichter als die Wechsel umlau-fen. Endlich untersucht Thorn ton den Einfluß einer allzu großen Ausdehnung desPapiergeldes auf dis Erhöhung des Preises der Lebensmittel und des Marktpreises vomGelds über den Münzpreis und stellt dabei den Satz auf: Nachfrage rmd Angebot istdoppelt, nach Waaren und nach Geld. Ist viel Geld (Papier) da/ so kauft man Waare;ist wenig Geld (Papier) da, so begehrt man es und verkauft Waaren; als Beleg dafürwird der Umstand angeführt, daß bei dem Verfalle des Papiercredits in England im Jahre1793 das Korn auf einigen Marktplätzen um 20 bis 30ßh im Preise sank.

Wir haben im Eingänge dieses Artikels einer Mittelgattung zwischen dem eigentli-chen Papiergeld und den Creditpapieren erwähnt, welche, wie jenes, in Umlauf gesetztf wird und, wie diese, dem Inhaber Zinsen trägt. Aus solchen Papieren besteht z. B. dergrößte Theil der englischen unfundirten oder schwebenden Schuld, welche von Ausgabenherrührt, für deren Deckung entweder gar nicht hinreichend gesorgt war, oder derenDeckungsmittel nicht zu rechter Zeit flüssig wurden. Solche Papiere sind:

1) Die Exchequerbills (Schatzkammerscheine), welche von der Schatzkammernach vorgängigec Ermächtigung durch das Parlament ausgegeben werden; es vergeht keineSession, ohne daß solche Parlamentsbeschlüsse gefaßt werden. Die ersten Exchequerbillswurden 1696 im Betrag von 2,700,000 Pf. St. ausgegeben, und da sie während derZeit der Münzumprägung vorübergehend an die Stelle des Geldes treten sollten, so wur-den sie auch auf geringere Summen, bis zu 10 und 5 Pf. St., gestellt. Sie tragenmeistens Zinsen, gewöhnlich 3 bis 3^ Pence täglich für 100 Pf. St., und da sie Jedererhält, der ihren Werth bezahlt, so dienen sie als Umlaufsmittel. Nach einer bestimmtenZeit werden sie bei Entrichtung der Steuern oder anderer Schuldigkeiten an die Regie-rung, an Zahlungsstatt angenommen, und die verfallenen Zinsen werden dem Nenn-werthe beigeschlagen. So lange sie in den Händen der Einnehmer oder anderer Beamtensind, tragen sie keine Zinsen; sobald sie aber wieder ausgegeben werden , beginntauch dieVerzinsung. Die Bank von England verpflichtet sich oft, solche bis zu einer bestimmtenSumme anzunehmen^und befördert dadurch ihren Umlauf; die täglichen Geschäfte zwi-schen der Bank und der Schatzkammer werden hauptsächlich durch solche Bills von 1000

< Pf. St. betrieben, welche die Bank bis zu dem Belaufe der von ihr für Rechnung der Re-gierung empfangenen Summen in der Schatzkammer niederlegt. Bisweilen werden dieseBills auf die Einnahmen des laufenden Jahres angewiesen, und auf diese Weise wird derjährliche Ertrag der Steuern gewöhnlich anticipirt. Manchmal werden sie auch den Ein-nahmen des folgenden Jahres zur Last gesetzt, und namentlich in Kriegszeiten werdengroße Summen auf diese Art ausgegeben. Oft werden auch neue Exchequerbills ausgegeben,um ältere einzulösen, oder sie werden auch, wie dies Sir Robert Peel nach seinem Amts-antritte im Jahre 1841 gethan, in fundirte Schuld umgewandelt, indem man den^ Inhabern,welche sich dazu verstehen, Skaatspapiere unter gewissen Bedingungen anbietet.

2) Navybills (Flottenscheine) werden von der Marineverwaltung ausgegeben,