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4 (1846) [Deu - For]
Entstehung
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167
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Dynastische Interessen u. s. w. 167

jenem perfiden Kunstgriff, der die corrumpirte Institution für die gesunde und unentweihteausgiebt.

Soll ich endlich die Cocruption des Militärs noch berühren? In dieser Beziehungwenigstens glaube ich der öffentlichen Meinung nicht nachhelfen zu müssen. Die Heillo-sigkeit eines Systems, welches die Mehrheit des Volkes entwaffnet, um sie durch eine An-zahl Bajonnette in den Händen willenloser Maschinen bewachen zu lassen, eines Systems,das statt der allgemeinen Landwehr, einen besonder» Trabantenstand bildet, der die angeb-liche Vaterlandsvertheidigung als Profession treibt, in Wahrheit aber als Spielzeug undZuchtruthe in die Hände eines Menschen gegeben ist und um dem Volke zu zeigen, wiewohlfeil sein Blut ist, und die allgemeine Furcht zu erhalten und vor Freiheit und Freiheits-fceunden abzuschrecken, gelegentlich das Leben der friedlichen Bürger bedroht die Heil-losigkeit eines solchen Systems ist nachgerade zu allgemein anerkannt, als daß ste einer nä-heren Beleuchtung bedürfte.

Ich glaube nun bewiesen zu haben, daß und in wiefern die Staatsgewalt im After-staate alle politischen Institutionen corrumpirt. Ich glaube bewiesen zu haben, daß imAfterstaate sämmtliche Organe vom höchsten bis zum niedersten ihrem ursprünglichen Zweckeund ihrem wahren Begriffe vollständig entfremdet sind, und statt Organe zur Erreichungder höchsten Bestimmung des Menschen zu sein, nur als Mittel für dynastische Zwecke undals Werkzeuge zur Unterdrückung der Volksfceiheit benutzt werden.

Trotzdem aber wagt man es zuweilen in solchen Afterstaaten von Freiheit der politi-schen Meinung zu sprechen und nimmt sich heraus, entweder mit einer kaum glaublichenDreistigkeit, oder aber aus Unkenntniß der Sache, für die Anhänger dieses corrumpirte»,also unsittlichen politischen Systems, für ihre unsittlichen Grundsätze und für die corrum-s pirte Staatsgewalt dieselbe Achtung, Geltung, Freiheit und Berechtigung zu fordern,die nur den Vorkämpfern eines gesunden politischen Zustandes, den Freunden und Ge-walten des wahren Staates zukommt.

Man könnte mir nun zuletzt noch entgegenhalten, ich habe bisher nur zu beweisen ge-sucht , daß allein die Republik die Garantieen für ein wahres Staatsleben enthalte. Alleindiesen Einwucf weise ich zurück mit der Behauptung, daß die Form für mich keineswegshinreichend ist. Wer da glaubte, daß die Staatsformen einer Republik an sich schon dieFreiheit der Bürger begründen, der werfe einen Blick auf den gegenwärtigen Zustand vonLuzern, der betrachte die Urkanlone, wo die demokratischsten Staatsformen nicht verhindernkönnen, daß das Volk die Beute einzelner Familien und die demokratische Verfassung ausKosten der Allgemeinheit zu Privatzwecken und für Sonderinteressen ausgebeutet wird.

Die Form kann nimmermehr den Geist ersetzen und wenn in einer Republik der hehreGeist der Freiheit und eine ehrenhafte Bürgergesinnung noch nicht erwacht oder wiedereingeschlasen ist, dann erhebt stch in Mitten des Volkes eine heillose Macht , welche dieInstitutionen des Staats zur Erreichung ihrer Privatzwecke und Privatinteressen mis-braucht und das Volk seiner Selbstständigkeit und Freiheit beraubt. Diese Macht aber,der Absolutismus, ist gleich schändlich und verderblich, sei er nun auf dem Haupte einesDynasten concentrict oder von einigen privilegirten Familien vertreten. Wo aber dieseunvolksthümliche Macht ein Volk knechtet, da soll sie bekämpft und der Unterschied zwi-schen ihr und der ächten wahren Staatsgewalt aufgedeckt werden. Abt.