Habsburger.
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Habeascorpusacte , s. englische Verfassung und Verhaftung.
Habsburger undihrePolitik, mitbesonderecRücksichtaufDeutsch-l a n d> Es giebt keine Dynastie in Europa, welche mehr vom Glücke begünstigt wordenwäre als die habsburgische. Von kl inen unscheinbaren Anfängen ausgehend hat sichdieses Geschlecht in Kurzem zur Herrschaft fast über die Hälfte der civilisicten Welt em-porgeschwungen, und wenn diese Epoche des Glanzes auch nicht sehr lange währte, sohat es von dieser Zeit an doch niemals aufgehört, als eine Großmacht von Europa zuzählen und als solche auf die Geschicke dieses Erdtheils einen mächtigen Einfluß zu üben-Wie gesagt aber, dieses Resultat wurde weniger durch den Geist und die Tüchtigkeit dereinzelnen Familienglieder hervorgebracht, als vielmehr durch glückliche Zufalle aller Art:meistens durch Heirakhen, durch Erbschaften erhielt das habsburgische Besitzthum jenenUngeheuern Zuwachs, den cs heut zu Tage noch inne hat. Als der Gründer der Größedes Hauses, Graf Rudolph von Habsburg, im Jahre 1273 zum deutschen Kaiser ge-wählt wurde, bestanden seine Besitzungen blos aus einigen Grafschaften in der Schweiz,im Breisgau und im Elsaß. Kaum aber war er Kaiser geworden, so gelang es ihm,seine Hausmacht um ein Beträchtliches zu vergrößern. Durch den Sieg über den KönigOttokar von Böhmen, welcher sich während der Zeit des Zwischenreiches auch der öster-reichischen Lande widerrechtlich bemächtigt hatte und Rudolph als Kaiser nicht anerkennen,noch weniger Oesterreich herausgeben wollte, wurde eben dieses Land erledigt, und Ru-dolph ertheilte es sofort seinem Sohne Albrecht 1283 als ein Lehen des Reiches. Esumfaßte damals bereits Oesterreich ob und unter der Ens, Steyermark unlsi^Krain,und mochte ohngefähr ein Gebiet von 1200 HsMeilen betragen. Im Lause des 14-Jahrhunderts vergrößerte sich das habsburgische Erbe bereits um das Doppelte: 1335kam Kärnkhen hinzu, und zwar durch Reich-belehnung, 1363 die Grafschaft Tirol durchErbschaft, 1365 —1395 die Grafschaft Feldkirch, Breisgau, Pludenz, Hohenberg,Laufenburg durch Kauf, 1374 die Görzischen Güter in Krain durch Erbvertrag, 1380Triest durch Unterwerfung. Die vielfachen Theilungen während des 14. und 15. Jahr-hunderts schienen nun allerdings die Masse der habsburgischen Güter wieder zersplitternzu wollen; allein Maximilian 4, der brutsche Kaiser (ch 1518), brachte die verschiedenenBestandtheile alle wieder zusammen, und fügte'außerdem noch neue, höchst bedeutendeErwerbungen hinzu. 1500 erwarb er durch Erbvertrag die Grafschaften Görz und Gra-disca, 1503 im Frieden mit Baiern die Städte Kufstein, Kitzbühel, Rattenberg undandere Gebietsteile im heutigen Tirol, endlich durch seine Vermählung mit Maria vonBurgund, der einzigen Tochter Karl's des Kühnen, erwarb er die Niederlande, welcheallein ein Gebiet von 1436 HjMeilen betrugen. Bald aber sollte die Größe des Hausesnoch einen höheren Aufschwung nehmen: denn der Sohn Maximilians und Maria's,Philipp der Schöne, heirathete Johanna von Castilien, das einzige Kind Ferdinandsvon Aragonien und Jsabella's von Castilien und somit die einzige Erbin der gesummtenspanischen Monarchie. Philipp der Schöne starb zwar schon im Jahre 1507: allein erhatte Söhne hinterlassen, welche die ungeheuere Erbschaft antreten konnten.
Unter Karl V., dem ältesten Sohn Philipp's des Schönen, Enkel Maximilian's,seit 1519 deutscher Kaiser, schien wirklich das Haus Habsburg auf dem Wege nach einer'Universalmonarchie zu sein. Es besaß Spanien, Neapel, Sicilien, außerdem die ame-rikanischen Länder, sodann die Niederlande, die alten habsburgischen Güter in Schwaben,Oesterreich, Kärnthen, Krain, Steyermark, Tirol. Zu diesen ausgedehnten Besitzthü-
auf dem Punkte zu finden, wo der unbedingte Einfluß der Wähler aufhören muß, wenn dieGewählten ihre freie Bewegung behaupten sollen.