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Racen der Menschen.
und Bewohner des Caps), 3. kupferfarbene sOstindianer), 4. rothe (Amerikaner),5. braune sLartaren, Araber, Perser, Chinesen, Japans» u. s. w.s, 6. bräunliche sSüd-europäer, Türken, Abyssinier, Samojeden und Lappländer), 7. weiße /übrige Europäer,Georgier, Mingrelier und Kabardiners.
Der einzige Mann nun, der vor Blumenbach einen anderen als den gewöhnlichenWeg einschlug, war Pownall^), indem er, nebst der Hautfarbe, auch auf die Schä-delbildung Rücksicht nahm. Er theilte die Menschen in 3 Stämme: den weißen,rothen und schwarzen, wobei er unter den zweitgenannten namentlich auch die Mongolenbegriff. Seine Ansicht fand indeß in der gelehrten Welt wenig Anklang.
Fast allgemeinen Beifall erlangte endlich, wie schon oben gesagt, die Blumen-bach' s ch e Eintheilung, durch welche die verschiedenen Menschenstämme folgendermaßenclassisicirt werden:
1. Kaukasische Rare. Farbe weiß; Wangen röthlich; Haar bräunlich;Kopf rundlich; Gesicht oval, gerade, mit mäßig ausgewirkten einzelnen Theilen; Stirnflach; Nase schmal, mäßig gebogen; Mund klein; Vorderzähne senkrecht stehend; Kinnvoll, rundlich. Zu dieser Rare gehören die Europäer, mit Ausnahme der Lappländer undder übrigen Völker finnischen-Ursprunges; ferner die Westasiaten bis zum Obi, caspischenMeere und Ganges; dann die Nordafrikaner (endlich die Europäer und deren Nachkom-men in Amerika und den übrigen Erdtheilen überhaupt).
2. Mongolische Rare. Farbe gelbbraun; Haare schwarz, steif, schlicht,nicht reichlich; Kopf gleichsam viereckig; Gesicht breit, plattgedcückt, mit in einander flie-ßenden Zügen; der Raum zwischen beiden Augen flach, sehr breit; Nase klein und breit;Wangen fast rundlich, nach Außen ragend; Augenlieder klein geschlitzt, linienförmig;Kinn vorstehend. Dazu gehören die übrigen Asiaten mit Ausnahme der Malayen; fer-ner die Finnen und Lappen in Nordeuropa und die Eskimos in Nordamerika.
3. AethiopischeRace. Farbe schwarz; Haar schwarz, kraus; Kops schmal,seitwärts eingedrückt; Stirn gewölbt; Backenknochen nach vorn ragend; Augen hervor-stehend s Nase dick, mit dem vorstehenden Oberkiefer gleichsam verschwimmend; Aahn-höhlenrand eng, mehr elliptisch, vorwärts lang ausgezogen; obere Schneidezähne schrägvorstehend; Lippen, besonders die Oberlippe, voll, gleichsam geschwollen; Kinn zurück-gezogen. Hierher gehören die Afrikaner mit Ausnahme der im Norden d ieses ErdtheileSeinheimischen (und die nach Amerika verpflanzten Neger).
4. AmerikanischeRace. Farbe kupferähnlich; Haar schwarz, steif, schlicht,nicht reichlich; Stirn kurz; Augen tiefliegend; Nase etwas breit, aber doch vorragend;Gesicht im Ganzen breit, mit vorstehenden Wangen, aber nicht platt; die Züge, besondersvon der Seite des Gesichtes besehen, scharf ausgeprägt; die Form der Stirn und desScheitels sind nicht selten erkünstelt. Zu dieser Rac« werden die ursprünglichen Bewoh-ner Amerikas, mit Ausnahme der Eskimos, gerechnet.
5. Malayische Rare. Farbe schwarzbraun; Haar schwarz, weich, gelockt,dicht, reichlich; Kopf mäßig zugespitzt; Stirn etwas aufgetrieben; Nase voll, breit,gleichsam verschwimmend; Nasenspitze dick; Mund groß; Oberkiefer etwas hervorra-gend; Gesicht, von der Seite betrachtet, ziemlich vorspringend und scharf ausgeprägt.Hierzu sind zu zählen die Bewohner der Inseln des stillen Oceans, der ostindischen Inselnund der Halbinsel Malacca.
Als Uebergangsform aus der kaukasischen in die äthiopische Rare wird die ma-layische, sowie als Uebergangsform der kaukasischen in die mongolische Race die amerika-nische angesehen.
Aus der Vermischung dieser Racen entstehen ungemein viele Abarten, deren voll-ständige Aufzahlung hier zu weit führen würde ^).
2) New Collection ok vo^sge«. 1-onä. 1767.
3) Hier nur eine kurze Erklärung der am Häufigsten vorkommenden derartigen Be-nennungen: