Moralische Ncl-gionslchros
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§. 126.
4) Die Betrachtung der Welt, der Mannigfaltig-keit, Ordnung, Schönheit und Zweckmäßigkeit allerDinge, verstärket den Glauben an einen Weltschöpfervon sehr großer Weisdeit und Macht. Wir könnenuns die zweckmäßige Einrichtung der Dinge und ihreVerbindung nach Zwecken nicht anders erklären, alsdaß ein verständiges Wesen das Ganze überdacht unldnach einem weisen Plane geordnet hat.
Dieser Beweis, welcher auch der phy'sikotheo-ko gische genennt wird, ist sehr vortrefflich und schätz-bar. Er ist auch für Menschen von geringen Fähigkeitenfaßlich, .weit sich diese^weise Einrichtung derWeltdurchtausend alltägliche Erfahrungen deutlich zeigen läßt.Der physikotheologffche Beweis muß aber mit dem mo-ralischen verbunden werden. Denn der erste führet nurauf einen sehr weisen und mächtigen, der letztere aberaus einen allweiscn und allmächtigen Weltschöpfer.
Einige Beysviele zur Erläuterung.
AufderErde sind unzählig viele kleine und größereGeschöpfe. Die Salze, Metalle» Steine, welcheaus den Bergen gegraben werden, nutzen den Thie-ren und Menschen. Von den Bergen erhalten wirheilsame Kräuter: aus ihnen entspringen Quellen,welche sich in den Thälcrii zu Bächen und Flüssenbilden, und sich in Seen und Meeren sammeln.Eonnenwärme, Licht, Luft, Wasser, sind überallverbreitet, und machen die Erde fruchtbar und be-wohnbar. Winde, Wolken, Regen, Thau, Gewit-ter, Ebbe und Fluth des Meeres befördern das Leben^ und Gedeihen der Pflanzen und der lebendigen Ge-schöpfe, Die Abwechselung von Tag und Nacht, käl«