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D i e
moralische Religionslehre.
l. Allgemeine Betrachtungen.
§ 102 .
t^ie Lehren von dem Daseyn GottcS und derUnsterblichkeit der Seel e^ sind für den Menschenäusserst wichtig. Der Glaube daran giebt dem Vorsatze,immer weiser und besser zu werden, neue Stärke, underleichtert die Uebcrwindung sündlichcr Neigungen. Erberuhigt uns wegen unsers Schicksals, und erfüllet unsbey den Widerwärtigkeiten dieses Lebens mit den freu»digstcn Hoffnungen aus die Zukunft, wenn wir unsbestreben, moralisch gute Menschen zu sexn.
ioz.
Der Gegenstand der Religionslehre ist, zubeweisen i) daß ein höchst weises, mächtiges uNd ge-rechtes Wesen cxistirt, welches die Welt erschaffen hat,erhält, und nach den ewiggeltenden Gesehen der mora-lischen Vernunft regiert, 2) daß die Seelen vcrnünfti-gerWesen zu einer ewigen Fortdauer bcstimmtsind, unddaß sie bey zunehmender sittlichen Vollkommenheit arrchzunehmend« Glückseligkeit zu erwarten haben.