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2 (1817) Moral, Naturrecht, moralische Religionslehre
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96 Moralische Rcllgionslehre.

in jedem Falle Mittel weiß und gebrauchen kann» -dietugendhaften zu belohnen und die Lasterhaften zu stra-fen . nur dieses allem kann eine moralisch vollkom-mene Welt ganz darstellcn. Die moralische Vernunftdringt uns also, an das Dasenn eines Gottes,welcber Sittlichkeit und Glückseligkeit in Ewigkeit fortin stete Harmonie bringt, zu glauben.

Der moralisch gute Mensch macht sich 1) der Glückselig-keit innerlich fähig. Gr ist zufrieden mit sich selbst,und kefreiet sich immer mehr von den peinigenden Vorwür-fen seines Gewissens. 2) Aeusseclich fähig. Wen»ihm GlückLgüter zufallcn» so wird er einen zweckmäßige»> Gebrauch davon machen. Ec wird Mäßig im Genuß feynsund die edlen Vergnügungen des Geistes und Herzens bistgröbern sinnlichen Freuden vorziehen. Der Lasterhaft?folgt mehr den Trieben» als der Vernunft, und weiß wo,der recyt- zu wählen, noch im Genuß sich zermäßigen. Maskann also mit Wahrheit sagen, daß Tugend an sich ihrLVerehrer beglückt. Aber die Selb ft z uftteb e nb eit i st dochuur.em Lheil der Glückseligkeit. Wie viele andere Ästte»von Gtück und-Unglück kommen vvn-^er ksge des Men-schen, von seinen Verhältnissen mit andern Menschen, «nt»,von Wirkungen anderer Dinge in der Weither! W-rckci»Gott, wäre alles einem blinden Zufall überlassen, was demMenschen begegnet; so könnt« er bep aller Rechtschaffenheitund dem Deivußtsetzn derselben doch ewig unglücklich sseyirund bleiben. Er gliche einem Fahrzeug, dessen Steuerruderzu schwach ist, um sich gegen die Wrckh der Wind« UndWellen zu vertheidigcn, und jeden Augenblick ag äültppe«' und Sandbänke geworfen werden kann.

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Düs DewuZtseyn des moralischen Vmrunf'kgcseh'esund unsrer Verpflichtung, stets tugendhafter zu werden,begründet also irr uns den festen Glauben an eine mora-lisch vollkommene Welt» in welcher wir ewig leben sol-len,