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Moralphilosophie.
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Die vorzüglichsten Mittel zur Tugend sind':
7) Selbstkeuntnrß. Lerne deine Anlagen,Temperament, herrschende Neigungen kennen, um siezum Guten anzuwenden , und zu verhüten, daß sienicht ausartcn. — Gieb Acht, welche Hindernisse dei-ner Ausbildung am meisten im Wege sind. Prüfedich aufrichtig, nach welcher Maxime du in diesemund jenem Fake gehandelt hast, und hüte dich vorSelbsttäuschung, welche dem Menschen so gewöhnlichist. Frage dich täglich: welche Pflicht du auSgeubt,welche du unterlassen hast, weiche Fehltritte du began-gen hast, re. und erneuere stets den Vorsatz, nach dieseraufrichtigen Prüfung dein künftiges Leben zu bessern.
2) Menschenkennrniß: durch Unterhaltun-gen mit Menschen von allerlei Ständen, durch Be-obachtung des Guten und Schlechten an den Menschen,die du durch eigenen Umgang oder durch daS Studiumder Geschichte kennen lernst. Was ist -dieser Menschwirklich? was scheint er zu sepn? welches sind die Ur-sachen, daß er das nicht ist, was er fern sollte? Dieseund ähnliche Untersuchungen, wende zu deiner eigenc»Besserung an.
z) Uebuug der moralischen Urtheils-kraft. Beurthcclung einzelner Handlungen, ihrerTriebfedern, ob sie rein sittlich oder-eigennützig, oderaus beiden gemischt sind. Es ist auch gut, sich selbstöfters Vensoiele vorzuhaltcn, und sich zu fragen, wasman selbst in diesem Falle thun würde, wenn mau mo-ralisch gut, oder blos klug handeln wollte.
4) Belebung des moralischen Gefühls»Ein vernünftiger Enthusiasmus für die Tugend ist kenn