Moralphi'losophie.
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fungen sehr häufig auch andere Menschen unglücklichmacht, und nicht im Stande ist, den Schaden, wel-chen er ihnen zugefügt hat, wieder zu ersetzen, undalle üble Folgen wieder gUt zu machen. Endlich hater auch Gottes Strafen in diesem und jenem Lebenzu erwarten.
§. 68 .
Mittel, sich gegen diese Sünden zu verwahren.Sey mäßig, arbeitsam, halte deine Einbildungskraftrein, bewahre die Schamhaftigkeit in Worten undHandlungen; gewöhne dich bey Zeiten an Befolgungfester Grundsätze; denke oft an Gott; denke auch oftlebhaft daran, was andere ehrwürdige Menschen vondir sagen würden, wenn du diese oder jene Ausschwei-fungen begingest; suche guten Umgang; vermeide alleGelegenheit zur Verführung und Reihung deiner Be-gierden; lese nie sittenverderbende Schriften.
8- 6y.
Die Ehe ist ein sittlich rechtmäßiger Vertrag,zwischen zwei) Personen beiderlei) Geschlechts, welchesich lebenslänglich verbinden» um die große Ordnungder Natur, die Fortpflanzung und Erhalcuyg desMenschengeschlechts zu befördern. Die Ehegatten sindverpflichtet, daß sie sich wechselseitig achten,- lieben,einander bevstehen, und wenn sie Kinder haben, diesegemeinschaftlich zu guten Menschen und Staatsbür-gern erziehen.
Ehebruch, Vielweibcrey, Verbindungen von zwey Per-sonen beiderlei Geschlechts, unter der Bedingung: daß sienur auf eine Aeitlang, nicht auf Lebenslang gelten soll.