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2 (1817) Moral, Naturrecht, moralische Religionslehre
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Moralphilosophie,

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diese auf eine bescheidene Art. Sey gefällig, dienst-fertig, nachgiebig; widerspreche nicht zur Unzeit, oderzu oft, oder wo es deine Pflicht nicht erfodcrt.

2) Zur guten Hbensart gehört, daß man sich ingesellschaftliche Verhältnisse bequeme. GewöhnlicheHöflichkeitsbezeugungen sind nothwendig, sie dürfenüber nicht übertrieben werden. Sey auf Kleinigkeitenaufmerksam, um dich bey andern gefällig zu machen;nicht zerstreut in Gesellschaften; nicht affektirt. Ver-meide unanständige Neugierde. In Reden sey behut-sam, besonders unter Menschen, die du nicht kennest.

3) , Sey bescheiden, aber nicht blöde. Sey keinPrahler: mache keine zu große Prätensionen. BringeHeiterkeit und gute Laune in Gesellschaften mit: den»durch böse Laune störst du leicht das gesellschaftlicheVergnügen. Gebrauche den Witz nicht, um anderezu beleidigen, oder gar um ehrwürdige Dinge verächt-lich zu machen. Ertrage die Schwächen anderer Men-schen ohne sie zu billigen. Laß dich nicht zum heftige»Zorn reihen: denn bey kaltem Blut wirst du immermit Ueberlegung handeln können.

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4) Vertraue niemand ohne reifliche UeberlegungHeimlichkeiten an. Sey niemand ohne Noch beschwer-lich, und mißbrauche die Güte anderer nicht. Beyentstehender Leidenschaft fasse keinen raschen Entschluß,sondern suche dich so bald als möglich wieder zu fassen.Sey stets wachsam und aufmerksam, besonders in demUmgänge rqrit Schwärmern, Heuchlern, Kopfhängern.Lerne gering« Beleidigungen verschmerzen, verhüteMißverständnisse im Reden und Handeln» und wen»solch» entstehen, so suche fie bald wieder zu heben,