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2 (1817) Moral, Naturrecht, moralische Religionslehre
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Moralphilosophie.

5) In der Wahl deiner Freunde sey vorsichtig:denn man schließt gern aus dem Charakter deiner Ge-sellschafter auf deinen eigenen. Suche dir rechtschaffeneFreunde, welche du bewahrt gefunden hast. Auch ge-gen den Freund sey höflich und zuvorkommend. Thuenie etwas Böses um des Freundes willen.

6) Es ist wichtig, daß du die Menschen kennest,mit welchen du umgehen willst. Dein eignes Herz,der Umgang mit andern, Geschichte, Lektüre, gebenMaterialien zu dieser Menschenkcnntniß, wenn du mitAchtsamkeit beobachtest. Gieb acht auf eines andersVerhalten in Gesellschaften, auf seine Hauptbeschäfti-gungen, herrschende Neigungen, sein äufseceS Betra-gen, u. s. w.

7) Suche den Umgang mit verständigen, recht-schaffenen und gebildeten Frauenzimmern. Drängedich nicht in Gesellschaften vornehmer Leute. Scynicht so leicht vertraulich gegen sie. — Gegen Gerin-gere fey höflich und bescheiden, und zeige Interessean ibren Beschäftigungen, wenn sie unschuldig sind.Zeige ihnen, daß du ihre Verdienste anerkennest. —Hast du Feinde, so bcmübe dich, die Ursachen euresZwistes wcgzuräiimen. Keinen deiner Feinde darfstdu zu sehr verachte.» oder zu sehr fürchten. Reize ihnaber nicht ohne Noch noch mehr.

§. 56 .

8) Irdisches Vermögen gewähret viele Vortheile.Verachtung der zeitlichen Güter ist oft Mangel derEelbstschähung und der Unkunde des Gebrauchs. Lernedaher mit Geld ordentlich umgeben; vermeide dasSchuldenmachen. Wird dir eine öffentliche Kasse oder