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was die Tiefe, die eben auf die Sache geht, betrifft; somuß wohl erkannt werden, (worauf oben schon hingedeutetward), daß und wie im LebenSkreise und in der Poesie,welche die höhere genannt werden darf, das Tiefere sicheinsinden oder allmählig ergeben (herausbildcn und erschei-nen) könne, wahrend auf dem Gebiete der Wissenschaft un-ter dem Namen Philosophie bey aller Scharfe das bloßeBegriffsspiel und somit der Formalismus obwaltet! Undkam nicht daher, weil ehedem dieses Extrem im Ganzenvorwaltete, neuerlich jenes andere: die besagte Einschmelzungdes Erbaulichen und Poetischen in das Wissenschaftliche,im Lande der Philosophie?
Zmmer gilt also die erste, entscheidende Setzung: „Le-ben und Wissenschaft." Kommt die andere: „Wissenschaftund Leben," hinzu; gehet diese Setzung weiterhin, auf dembesagten Standpunkte der Reflexion, vor: so ist jene wenig-stens vorausgesetzt, wofern nicht der tiefste Punkt selbstaus dem Auge verloren wird, oder nie erfasset ward. Unddiese Grundanstcht gilt für die Kunst sowohl als die Wis-senschaft, da und wiefern auch die Kunst eine formaleSeite hat; was zur Genüge, wie ich hoffe, aus demObigen erhellet. Eben auf der letzteren Seite tritt selbigedann mit dem äußern Leben zusammen, dasselbe verschö-nernd, wenn auch nicht veredelnd, — unter Voraussetzungdes achten, göttlichen Grundes.
Nennt man aber vorzüglich oder gar allein daSWahrheitSgefühl*), so ist dabey schon ein Hin-blick auf die Wissenschaft. Von dem Leben und derKunst ist soweit abgesehen. Denn die Wissenschaft ist jazur Repräsentantin oder zum Spiegel der Wahrheit be-stimmt: und bezogen auf den Verstand, diesen Vaterder Wissenschaft als solcher, heißt ja eben das Göttliche
) Wer sagt: Wahrheitsempfindung? (Zur. S. ;6y)