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«nderen Seite immer ein Kind der Zeit und hiemit derErde. Die Flügel der Psyche sind, von dieser Seite, we-nigstens gelähmt. Aber nicht gebrochen, kann sie dieselbenauch in dieser Hinsicht immer mehr kräftigen. Zwar dasWort als solches bleis^ von dieser Seite der Mißbrauch-barkelt hingegeben. Sogar die gemeine Selbstsucht in Ver-bindung mit einer rohen Phantasie kann sich daran hangen:daher das Zauberwort, die Zauberformel. Und wie mäch-tig kann der Sophist, indem er die Beredsamkeit mit derlogischen Form verbindet, anziehen und täuschen! Alleinwem die Sache — jenes Eine, das im Reiche der Mensch-heit die Entscheidung gibt — nicht fehlet: den wird solcheZauberey wenigstens nicht lange zu blenden vermögen. DerStaub, den sie in gesunde Augen warf, fällt ab, oder istbald wcggeschafft; das Auge der Psyche reinigt sich: undHeller strahlt die Sonne der Wahrheit selbst durch die fal-lende und zerfließende Staubwolke. Aber wie lange, auödem eigentlichen Standpunkte der Menschheit betrachtet,besteht die sophistische Kunst und Macht, scy eS im engernSchulbezirke oder in jenem Kreise der Welt, welcher Staatund Kirche umfasset?! —
Selbst die grammatikalische Ansicht, der zufolge dieWörter bloß „willkührliche Zeichen" sind, und nicht weitergelten alö die Münzen*), — spricht für diese Herrschaftdes Geistes. Denn selbst die Etymologie muß auf solcheArt der Metaphysik weichen, — ihrem Rechte und ihrerhöheren Macht. So kann ein Wort auf diesem Wege derBildung ganz oder auch nur zum Theile umgeprägt wer-den: s) ganz, z. B. „SophisteS" re., zu solchem Dienst derSache; k) zum Theile, wie z. B. das „Absolute" ---- demUnbedingten, oder das „Mystische" **)' Spiegelt sich jene
*) „Verbs sunt si§ns srbilrsris." — „Verbs vslent ricutnummi."
") D. d. allg. Philosoph. S. 255 —254. u. 547 — 555.