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nennt*)'. Die Amtstätigkeit selbst wird ihm verdächtig,zumal eine rastlose und die etwa mit seiner Nicht-Thätig-feit (um nicht zu sagen; Unthätigkeit oder gar Faulheit)einen besonder» Abstich und Gegensatz bildet. Seyen auchdie Thatsachen, die zu kräftigem Widerstand aufforderten,noch so viele; seyen auch dieselben ganz entschieden undwohl sprechend oder vielmehr schreyend; und sey auch einemehrjährige Schonung der Person (der sprechendste Beweisder „Ruhe") vorhergegangen, im Gegensätze mit der Un-ruhe, welche die Leidenschaftlichkeit auözcichnet: dies Al-les wird nicht beachtet; und wird ihm zugleich Stetigkeitdes Charakters, eine vieljährige Berufstätigkeit und einnntadelicher Lebenswandel von jeher, selbst bey einemfeurigen „Naturell" oder Temperament, entgegensetzt: so ,weiß er sich dies alles „psychologisch" zu erklären (wennauch im Widerspruch mit allen sonst gültigen Kriterien derMenschenkunde!). Denn er beurteilt nun den Andernnach — sich: daS innere und äußere Leben oder, wie ervielleicht sagt, Trieben der Andern ist ihm nichts weiterals Heucheley; nur etwa auch eine feinere oder — be-sondere. Heucheley ist und war ja von jeher seine „Po-litik"! Und gesetzt, ein solcher Politiker habe nun aucheben die Macht oder Gewalt: was mag er da verfügen,wie mag er handeln oder, zumal im Gedränge, sich auS-sprechen? Ganz als Despot; und indem der wildeAffekt als Zorn ausbricht, wird davon auch jeder Anstand,jede äußere Würde (die sogenannte) verschlungen. So er-scheint der Materialismus im Lebenskreise, so die mit dem-selben verbundene Leidenschaft!
Woraus nun die Natur der Leidenschaft weiter undbesonders erhellt, ist ihr Einfluß auf den Verstand, auf denDenkgeist als solchen, nach dessen Bestimmbarkeit durchdie Physis.
') Handb. d. Moralwis. nach der zten Auß. S- 445 u. a.