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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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wie dieser Vernünftlichkeit in der menschenwürdigen Pra-xis lebt, jeder gültigen Theorie, sowie die ungültige, jenerPraxis entsprechend, die Vernunft nur als Vermögen und Ge-wissen voraussetzt. So ist, wo nicht jene Praxis (die unsittliche)eintrat, die Vernunft durch den Willen verwirklicht; und so wirddann eben dieselbe, wenn und indem der Verstand hinzukommt,dadurch gesetzt oder ausgesprochen. Dort ist die ursprüng-liche und soweit die eigentliche Grundlegung; hier aberdie Grundseßung, von welcher das Princip --- Grund-satz zunächst auSgehet. Zn der GemütheS Tiefe muß derGrund vor Allem gelegt seyn. Und was heißt demnachLebendigkeit" in der Nede vom Menschen, wenn die-selbe mit dem Lebensgrunde in subjektiver Hinsicht zusam-menfällt, oder davon ausgehen solle?

Weitere wissenschaftliche Bestimmungen, in Betreff derübrigen Kräfte, insbesondere der EinbildungS- und Erinne-rungskraft und der Naturkraft selbst, soweit das Naturver-mögen zum Wesen der Menschheit (nach Nro. I. 1.) gehö-ret, mögen in Betreff des Lebens leicht von selbst, demVorstehenden zufolge, sich ergeben.

Aber Eine Unterscheidung fordert noch eine Auszeich-nung. Das Leben kann im engeren und weiterenSinne genommen werden: ä) jener findet sich ein, wo derBlick nur auf den Willen, die eigentliche Lebenskraft, ge-richtet wird, indem der Wisse neben dem Verstände undder Phantasie, wie das Gute neben dem Wahren undSchönen, hervorgehet; und U) dieser, der weitere Sinn,tritt dann besonders ein, wenn der Wille betrachtet wird,wie er andere Kräfte in Thätigkeit gesetzt hat, und so inVerbindung mit einer solchen Kraft erscheinet. Daher daswissenschaftliche Leben, Künstler-Leben, kauf-männische Leben u. s. w. Zudem aber die Hervor-bringung des Willens in dem Haup t worte erscheinet,

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