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haben Mn anderes! Auch dürfte eö nicht möglich seyn,„das Schöne" in dieser Bedeutung aus unserer Sprachezu nehmen, — aufzuheben. Daher ist auch „der Mannvon Geschmack", eben nicht Eines mit dem sittlichen, gewis-senhaften oder rechtschaffenen Manne, so wenig als der„falsche Geschmack" mit der Unsittlichkeit. Die ästhetischeKraft als solche ist demnach eine brauchbare und folglichbedingte wie die logische.
Diese und jene Nebenbestimmung, ob man sage Gei-steskraft , oder Seelen - und Gcmüthökraft, ergibt sichwohl von selber aus dem, was über den Geist, die Seele«nd das Gemüth (Nr. II.) gesagt worden ist. — Indemder Verstand als „Geisteskraft" vortrat, oder als solchevornehmlich erschien, konnte um so mehr jene Verstandes-ansicht, jener Intellektualismus eingreifen, der nicht alleinder Phantasie (schlechthin), sondern auch dem Gefühle unddem Willen selbst eine untergeordnete Stelle anwieö. Durchden Begriff sollte das Gefühl bestimmt werden; eine An-sicht, an welcher nur in Bezug auf das weitere (empirische)Leben, wo sich das Gefühl zur Empfindung gestaltet, einWahres ist. Auf solche Art hob in der neueren Zeit nochein sonst wohl verdienter und denkender Mann den Begriffals das Erste hervor: Eberhard gegen Fichte. Und daherbesonders die schon gedachte Setzung: „geistige und sittlicheBildung"; eine Setzung, welche mittelbar so verderblichgewirkt hat, besonders in dem Getriebe der neu-europäischenPolitik, und im Gange der Aufklärung, in Frankreich undselbst in Deutschland. — Es war, indem der Verstand sol-chergestalt vordrang, noch ein Glück für den Willen daß er,in der Wissenschaft, wenigstens auch unter den „höherenKräften der Seele" aufgeführt wurde.
Aus dem Gesagten erhellt nun von selbst, waS, nachmeiner Ansicht, von der alten psychologischen Eintheilungder „Seelenkräfte" in „die höheren und niederen" zu hal-ten sey, da zu jenen Vernunft, Verstand und Wil-le, und zu diesen Gedächtniß, Phantasie und das