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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
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Unterschiede von der positiven Theologie, der theologischePositivismus genannt werden mag: ein Seitenstück zu demjuristischen oder auch juridischen; wo denn aber freylich die.Beyworte nur in einem gewissen historischen Verstände gel-ten können. Auch gab unS neulich das protestantischeDeutschland nichts Besseres, wo immer jene Schulsetzungangenommen und durchgeführt ward. Zwey Beispiele:l) Ein akademischer Lehrer der — Philosophie ließ selbst„die Urformen des Tuten", die er als Ethiker im mensch-lichen Geiste noch annahm, von der positiven Offenbarung„gefüllt" werden; der Geist ist ja Subjekt, dieses aber einFormales! Und 2) ein Anderer, übrigens ein norddeutscherProfessor jener Wissenschaft, schrieb den Alten oder Heidennur „subjektive Sittlichkeit" zu, den Modernen oder Chri-sten hingegen die „objektive"; denn objektiv wird die Sitt-lichkeit der letzteren „durch den Genuß des Leibes Christiim Abendmahl": nach jener Schullehre ist ja das Objektoder Objektive nur daS Physische, wie dann ein solches auchheiße und beschaffen sey: die Physis aber, welche der Phy-sik angehört, durfte oder sollte eben da — in der Rede vonder Moralität — nicht Vorkommen! Was übrigens die Of-fenbarung betrifft, ob irgend eine angegebene die wahre sey,und wie man irgend ein biblisches Wort verstehen müsse;darüber entscheidet natürlich ein Zeder nach seiner beson-der» Ansicht, heiße und sey er Protestant oder Katholik.Dem Andersdenkenden wird folglich, verfährt man sodannje folgerecht, die Tugend und hiemit die Seligkeit ganz ab-gesprochen: denn was sind jene Urformen selbst, -wennnicht die Offenbarung sie füllet? Oder was ist jene Sitt-lichkeit, die bloß subjektive? Eine Formalität! Also ver-nichtet wird von dieser Sub- und Objekiivitätslehre zugleichalle Humanität, die Menschlichkeit im schönsten und tiefstenSinne des Wortes. Die Philosophie hingegen überläßtjedes Positive, welches ein Historisches oder von äußernUmständen Abhängiges und so ein Besonderes ist, der po-

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