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bloß hinzukommt, bestimmt zum Dienste der Sache, woraus ursprüng-lich und dann, was auch sonst noch eintreten müsse, fortwährend basWohl der Menschheit beruhet.
Es gibt, betreffend das Verhältniß der Philosophie zu den höch-sten Bildungsanstalten der Menschheit, zwey Ansichten, die beynaheeinen schroffen Gegensatz bilden: die eine, welche in etwas frühererZeit hervorkam, verlangt, daß die Philosophie sich um Kirche undStaat gar nicht kümmere, daß sie auf ihrem Wege muthig sortgehe,und bloß ihre Unabhängigkeit von Kirche und Staat behaupte; dieandere aber, die jüngsthin aufgetreten, fordert, daß der philosophischeSchriftsteller Positives in den Kreis seiner Wissenschaft aufnehme,und so derselben Gehalt, Realität und Ansehen verschaffe. Aber istdenn die Philosophie formale Wissenschaft? ist sie bloße oder auchnur zuerst Logik? — Und was müßte erfolgen, wenn irgend ein Po-sitives, Historisches, als Gegenstand der „Philosophie" vorgeschrie-be», oder ausgenommen und behandelt würde?? — Beschränkt sichhingegen der philosophische Lehrer auf seinen Gegenstand: das (jenes)Allgemeine; dann arbeitet er auf die gedachte Weise für das Vater-land, wie für die Menschheit, und jedes andere Land, so weit derSame, den er im Dienste eines Höheren ausstreut, reichen mag.Nur menschliche Gewalt oder Gewaltthätigkeit magdann seiner Wirksamkeit, durch irgend einen Schlag, entgegentreten.Wer aber solche Macht besitzt, und ausüben mag: dem sagt gewiß»och, etwas früher oder spater, l. eine innere Stimme, daß auchüber ihn ein Höherer richten wird» und II. weiteres Nach-denken, daß die Geschichte ihr Recht — wenn auch eben nicht überihn, den Verkappten, doch — über sein Vaterland behaupten wird.
Als reale Wissenschaft und zwar als die Wissenschaft jener Sachesoll nun auch die Psychologie, welche hier unsere Aufgabe ist, be-stimmt hervorgehen. Name und Granzen sind freylich bey keinerandern Wissenschaft so streitig oder unbestimmt, wie bey der „See-lenlehre oder Seelenkunde". Wir haben 1 . Psychologie, 2. empiri-sche Psychologie, Z. rationale, — auch metaphysische, ja sogar traus-cendentale — Psychologie, und 4. psychische Anthropologie. Wie sollder Unterschied, und wie das Verhältniß derselben zu einander be-stimmt werden? Nur die vereinigsten Bemühungen Mehrerer könnenauch diesen Fragepunkt seiner Entscheidung näher bringen; und deraufstrebenden Menschheit ist ja in jedem Zweige ihrer Thätigkeit einZiel gesetzt, das immer völliger, wenn auch nie völlig, erstrebt wer-ten kann.
Landshut im August 1826.
Der Verfasser.