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Lehrbuch der höheren Seelenkunde; oder: psychische Anthropologie : eine Vorarbeit in Absicht auf die Hauptlehren vom Höchsten der Menschheit ; auch für Kirche und Staat
Entstehung
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IV
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1820. Und wissenschaftliche Bestimmungen, welche dem Vecf. damalsin der Einleitung noch eben so nöthig als nützlich geschienen hatten,mochten jetzt füglich wegfallen, oder als bekannt vorausgesetzt wer-den. Denn in der 2ten Auflage seiner Grundzüge (oder wie jetzt,einer neuen Bearbeirung zufolge, dieser Titel heißt: Darstellung)der allgemeinen Philosophie finden sich auch diese Bestimmungenüber das Ideale, Reale, Absolute u. s. w. in größerem Umfange,zugleich aber mit steter Hinsicht auf die Sache, welche wohl dieHauptsache genannt werden darf. Dagegen ist hier, in der nachste-henden Einleitung, Anderes gegeben, was dem gegenwärtigen Standund Bedürfnisse der Wissenschaft wohl entsprechen dürfte.

Bey dem ganz eigenen Zustande dieser Wissenschaft (wie anseinem Orte gezeigt wird) schien es dem Verf. desto mehr Pflicht,auf die Urtheile oder Ansichten seiner prüfenden Mitarbeiter imFelde derselben zu achten; und es ist, wie er hoffet, der Thatbeweisgegeben, daß er noch immer zu lernen, oder, auf irgend eine Weiseveranlaßt, seine Ansichten zu vervollkommnen wünschte. Die ge-nannte Darstellnng wird öfters angeführt, weil sich dieses Lehrbuchan dieselbe anschließt. Und wer im Felde der wissenschaftlichen Phi-losophie schon so lange (fiwhl zo bis 40 Jahre) rastlos gearbeitethat, bestrebt, Alles, was ihm eine frühere und eine spätere Zeit gab,zu prüfen, zu würdigen, und nach dem Ergebnisse seiner Prüfungselbstdenkend fortzuschreiten, keinem Systeme sklavisch hingegeben,aber auch keinem, das ihm nicht ganz verwerflich (materialistisch)verkam, entfremdet: dem ist es hoffentlich erlaubt, hin und wiederauch eine frühere Schrift anzuführen, ohne irgend einen Vorwurf,welchen der Partheygeist, die Abneigung oder die Eingenommenheitmachen kann, deshalb zu fürchten oder zu achten.

Wie jene Darstellung, so dürfte das gegenwärtige Lehrbuch nun nach der neuen Bearbeitung (vornehmlich der Einleitung uud desersten Theils) auch zum Handbuche geeignet seyn. So ward auchdasselbe nicht bloß, ja nicht zuerst, der Schule oder Hochschule, son-dern auch dem studierten und wahrhaft gebildeten Manne zugedacht.Möge, wem dieser Gedanke, diese Bestimmung der Schrift nichtwohl einleuchtet, vergleichen, was über solchen Zweck des Schrift-stellers in der Vorrede der gedachten Darstell. S. XI. bemerkt ist!Auch dürfte, was S. XII. über die Schreibart, selbst bey solcherBestimmung einer Schrift, im Vergleiche mit der geeigneten Weisein jedem andern Fache aufgestellt ist, einer auszeichnenden Beachtungnicht unwerth seyn. Sollte es denn zwischen dem eleganten Styl,der im Grunde doch nur ein populärer war, und dem scholastischenkeinen Mittelweg geben? Ja, sollte denn eine Schreibart oder Me-