König Friedrich nach der Schlacht bei Lorgau.
DL-,
(Deklamation.)
Aier Jahre schon kamen und gingen durch'5 LandIn heißem, in blutigem Ringen,
Ein Mann stand im Norden, das Schwert in der Land,Den wollt' ganz Europa bezwingen.
Sie kamen von rechts und sie kamen von links.
Sie kamen von Norden und Süden,war der eine geworfen, zum andern ging-.
Da galt keine Rast, kein Ermüden.
„Nur eins kann uns retten, die rasche That,
„Und geht es auf Tod oder Leben;
„Ich diene wie ihr meinem preußischen Staat„Und ich will keine Scholle vergeben."
Line That, eine blut'ge war heute geschehn.
Die Seinde waren unzählig,
viermal ging's im Sturm aus die Torgauer Löh'n,
Und dunkel ward es allmälig.
Ist heute gewonnen, verloren die Schlacht —wer kann ihren Ausgang erkennen?
Gebreitet hat aus ihren Schleier die Nacht,
Die Leere müssen sich trennen.
Dieses Städtlein räumt ein der verwundeten Schaar,Jedes Laus sei Asyl diesen Kranken;
In der Kirch' auf den Stufen vom LochaltarSitzt Friedrich in tiefen Gedanken.
Sein königlich Blut war geflossen heut'.
Leicht war nur die Wunde — laßt fließen —
Dieser Nacht folgt ein Morgen, es dränget die Zeit,
Cr muß erwägen, beschließen.
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