IV.
Wpmiesische Bräutschmüctumg.
(Deklamation.)
^o nur dieses Erdballs ZonenGottes Wolken überwehn, 8
wo lebend'ge Menschen wohnen 8
lind wo Menschengräber stehn, 8
8
wo des Nordlands Lichen ragen, H
wo der Palme Schatten winkt, 8
wo's im Gst beginnt zu tagen, 8
wo die Sonne niedersinkt, 8
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wo auf morschen Tempeltrummern H
Scheu die nacht'ge Eule haust, A
wo Hochofens Seucr schimmern H
Und vorbei das Dampfroß braust, ^
In dem Duft verscholl'ner Sagen,
In des blinden Barden Lied, —
— Ivo ein Menfchenherz geschlagen, 8Hat die Liebe auch geblüht. — v
v
Und hat sie mit ihren Gnaden 8
Sich ein Menschenpaar ersehn 8
Und es gütig eingeladen. 8
Ewig Hand in Hand zu gehn. 8
Dann auf einer LebenswelleSchwimmt ein Stündlein lieb und traut,wo vor ihrer Zukunft SchwelleBang und selig steht die Braut.
Und sie schmückt sich vor dem Spiegel,Schön soll sie der Liebste sehn.
Der Gefallsucht loser SlügelDarf sie heut' mit Recht uinwehn.
Und in eignen künft'gen Glückesvorgefühlter SeligkeitIst zum Brautschmuck kund'gen BlickesManche Sreundin gern bereit.
Und aus Brautleins vollem HerzenStrömt oft wangenwärts die Gluth,Loses Scherzen, leise Schmerzen,
Und es ist doch alles gut.
So ist's überall gewesen,
So wird's allerorten sein —
Seht hier bei den JapanesenBrautleins Glück und Brautleins Pein.
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