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1 (1825) Theorie der Beredsamkeit für alle Formen prosaischer Darstellung : nach den besten Quellen der Alten und der Neuern bearbeitet, und mit Mustern und Beyspielen belegt
Entstehung
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ist, findet sich die beschriebene Bewegung und Stellung derArme meist nur in den ersten Augenblicken des Affects, wo wirnoch den Gegenstand erst zu fassen streben; hernach, wenn wirihn schon genießen, sinken sie langsam herunrer.

Bey den geringsten Graden der Bewunderung erhebensich die herunter hängenden Arme nicht, sondern bloß die Hände;die Arme werten nun ein wenig vom Körper gedrückt. Beyden nächst folgenden Graden des Affects erhebt sich bloß dereine Arm.

Achtung und Verachtung.

Die Achtung zeigt sich im Geberdenspiele, wie die Ver-wunderung, mit einem offenen Blicke, mit ruhigen, erweitertenGesichtszügen, und langsamen Bewegungen, die sich dem Ge-genstände zu nähern streben. Die Verachtung dagegen verengtdas Auge und die Gesichtszüge, und zieht die Bewegung vondem Gegenstände weg. Wird eine Sache als böse, als moralischschlecht, verachtet, so macht die Hand eine Bewegung, oder be-gibt sich in jene Stellung, als wenn sie die Sache wegschiebenoder von sich abhalren wollte. Auch wird wohl das Gesicht ab-gewandr und der Kopf nach der andern Seite gedreht. Wennman dagegen eine Sache als klein, geringfügig, nichtswürdig,verachtet, so macht die Hand, die innere Fläche aufwärts ge-kehrt, eine leichte Bewegung, so, als wenn man eine geringe,in der Hand liegende Kleinigkeit sortwürfe. Auch wird die Handin der beschriebenen Stellung still gehalten, und leicht darüberhingeblasen, als wenn man aus ihr etwas weghauchen wollte;eine Mahlerey, wodurch ebenfalls die Geringfügigkeit des Ob-jects versinnlicht werde» soll. Mit dieser Geberde hängt es auchvielleicht zusammen, daß eine vorbangende, oder vielmehr vor-gedrückte Unterlippe auch Verachtung ankündiget. Ein äußerstkränkender Ausdruck der Verachtung einer Person ist es, wennman sie geflissentlich gar nicht bemerkt, es gar nicht zu sehenoder zu Horen scheint, wenn sie etwas thut oder sagt. Wir zei-gen dadurch, daß wir es schlechterdings nicht der Mühe werthhalten, sie zu beobachten. Ein solches Betragen, zumahl wenn