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die sogar in Ohnmächten ausbrach. Er ließ sich von einem hol-ländischen Schiffszimmermeister ein Schiff mit Segeln undRudern, dergleichen man in Rußland noch nicht gesehen hatte-und bald größere Schiffe bauen, brachte sie auf Flüsse undSeen, und versuchte selbst einen Steuermann darauf abzu-geben rc»
Beyspiel der Mittlern Schreibart.
Über die Revolutionen in der Geschichte *).
Die großen politischen Katastrophen, durch welche auflange Zeit hinaus das Schicksal der Menschheit bestimmt wird,die wir unter der allgemeinen Benennung der Revolutionenzu begreifen pflegen, zeigen sich in Rücksicht ihres Ursprungesdem aufmerksamen Beobachter bald von einer gedoppelten Art.Entweder waren sie das Werk eines Einzelnen, der, seinenLeidenschaften fröhnend, als Eroberer auftrat, und vom Glückebegünstigt, Staaten in den Staub stürzte, um auf den Trüm-mern derselben den Thron seiner Große zu errichten. Mankonnte sie rein-kriegerische Revolutionen nennen; da siegleich von Anfang an diesen Charakter annahmen , und Kriegihr unmittelbarer Zweck war. Von dieser Art waren nicht bloßdie Unternehmungen eines Cyrus, eines Timur, sondern auchmancher andern gefeyerten Helden, die, selbst an der Spitzegebildeter Nationen, Erobern nicht bloß zum ersten, sondernauch zu ihrem letzten Zwecke machten. Erscheinungen dieserArt können sehr interessant durch ihre Folgen werden; in ihremAnfänge sind sie es weniger, da sie aus einer einzigen undin ihrem Ursprünge gewöhnlich schon unreinen Quelle, der dermenschlichen Herrschsucht, fließen.
Aber von ganz anderer Art ist die zweyte Gattung derRevolutionen, die wir unter dem allgemeinen Nahmen dermoralisch-politischen begreifen wollen, weil sie ihrenGrund in der moralischen Natur des Menschen haben. Wir
S. Heeren's kleine histor. Schriften, i. Bd.