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im höhern Grade und vorzugsweise zukommen. Sie werdenhauptsächlich durch den Zweck jeder geschichtlichen Darstellungmodificirt, je nachdem dieser entweder in Belehrung und Über-zeugung liegt, oder mehr auf Rührung und Unterhaltungausgeht.
Hiernach bestimmt sich auch die Schreibart, in welcherein historisches Werk abgefaßt seyn soll. Der eigentlichen, prag-matischen, ausführlichen Geschichte ist die mittlere Schreib-art die angemessenste; die höhere soll im ganzen Werkenie die h e rr sch e n d e seyn, sondern nur in solchen ParrhienStatt finden, wo ein höheres Interesse des Gegenstandes ein-tritt, und einen höhern Aufschwung erfordert. Die geographischeund naturhistorische Darstellung eignen sich zunächst für dieniedere Schreibart. Zur mittleren erhebt sich die erster«nur in der Statistik, die letztere bey Gemahlden undSchilderungen ergreifender Naturscenen u. dgl.
Wir betrachte» nun die Eigenthümlichkeiten der einzel-nen Formen historischer Darstellung.
§- > 9 -
Die Erzählung.
In der Erzählung werden die Begebenheiten der Ver-gangenheit nach der Zeitfolge dargestellt. Sie un-terscheidet sich demnach von der B e s ch r e i b u n g, indem diesedie Erscheinungen im Raume schildert; von der eigent-lichen Geschichte aber durch die E i n h e ic und Totali-tät der Handlung, indem diese einen Hauptgegen-stand zu einem Ziele führt (dieser Hauprgegenstand sey nunein Charakter oder eine Thacsache), und alle mirwirkendenBegebenheiten und Personen zu einem geschloffenen Ganzenund zur Steigerung des Interesse für die Hauptsache in einepragmatische Verbindung bringt, so wie das Gesetz der inner»Nothwendigkeit es erfordert.
Der Erzähler hat daher Folgendes zu beobachten:
i. Alle Figuren, alle Begebenheiten müssen dem Haupt-