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"" Es gibt Fülle, wo eine Abweichung von der gewöhn-lichen Wortfolge Statt findet. Tiefe Abweichung ist aberentweder eine nothwendige oder eine w ill küh rl ich e.
Die n o t hw en dige Ab w e i ch u ng von der gewöhnli-chen Wortfolge wird durch die Beschaffenheit der Rede selbstherbcygeführt, und kann in zwey Fallen Statt finden;
a) wenn mehrere Sätze durch Bindewörter zu einer zu-sammen Hangenden Rede verbunden werden; denn die meistenBindewörter verändern die natürliche Ordnung der Wörter.So wird z. B. nach dem größten Theil solcher Bindewörter,welche den Satz anfangen, das Zeitwort aus seiner ersten Stellein die letzte versetzt. So spricht z. B. die natürliche Worrfolge:„Ich bin ruhig; die Hoffnung gibt mir Kraft und Muth."Das Bindewort weil wird aber die Stellung der Wörter aufdie bemerkte Art verändern: „Ich bin ruhig, weil die Hoffnungmir Kraft und Muth gib t."
b) Wenn die veränderte Gemüthsstimmung des Sprechen-den auch die Gedankenfolge verändert; z.B. bey Fragen, An-reden, Befehlen, Bitten, Ermunterungen, Wünschen, Aus-rufungen u. s. w. In diesen Fällen wird dann, gegen die ge-wöhnliche Wortstellung, der Subjects - Nominativ hinter dasZeitwort gesetzt, oder das bestimmte Zeitwort kommt ans Endedes Satzes.
So sagt die natürliche Wortfolge: „Dein Freund wirdnoch heute kommen." Durch die Frage aber: „Wird dein Freundnoch heute kommen? tritt der Nominativ aus seiner vorigenStellung, und kommt hinter das Zeitwort der bestimmten Artund Weise. Eben so auch, wenn man sagt: „Er wird es bey mirgut haben;" so wird diese gewöhnliche Wortstellung durch denAusruf nothwendig verändert, und lautet: „Wie gut er es beymir haben wird!" — Das Zeitwort ist an das Ende versetzt.
c) Die willkührliche Abweichung von der ge-wöhnlichen Wortfolge geschieht, um der Rede entweder mehrNachdruck,! oder höhern Wohlklang, oder angenehmere Ab-wechslung zu verschaffen. Diese Veränderung trifft meistens das