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Gute Nacht! O ich sterb' in der Lieb' aufschauderndem Fieber!Höre doch, Kind, wie der Athen, mir bebt, wie die Zähne mir
klappern!
Und (o wer weiß, was ich thue?) mein Rohr ist geladen mit
Kugeln!
Gräßlich, o Kind, wenn Nacht vor Nacht, bey der Hunde Ge-
winsel,
Sich dein Wenzel wie Rauch aus der Erd' aufwühlet und weh-klagt;
Plötzlich ein Knall dich betäubt, und ein bucklichtcs Todtenge-ripp nun
Hoch in das Fenster dir grins't mit flammenäugigem Schädel!Wär' ich der Uhu doch, Ser jammernde dort in deS EichbaumsLlmigcm Stamm! Auf flog' ich, zerpickte das Glas mrt dem
Schnabel,
Ach! und umflügelte dich, und böte mich dir zum Erdrosseln;Find' ich sodann Mitleid, o ich finge dir Ratte» und Mäuse!Kichere nur und lache, du Lacheltäubchen! mir selbst istWnuerlich! Gluth von innen, und Frost von außen verzehrt mich !Ganz unerträglicher Frost! O ich taumele! laß mich am FeuerWmigsteus wärmen die Hand! Ich paßte dem listigen Fuchs auf,W-lcher die Hühnchen dir raubt, die getöppelten: aber die FingerStarrsten mir, wie die Zacken am Dach, daß ich selber den
Hahn nicht
Au'zieh'n könnt', und der Schelm mit fegendem Schwänze mir
durchging.
Laß mich nur Eine Minute bey dir aufthauen, mein Engel,
Und mir die Pfeif' anzünden, die wärmende! Stracks will ich
weiter
Geh'n in den schrecklichen Sturm, da dir mein Leben verlaßt ist!Könnt' ich die Geig' hier stimmen vor Frost, und schwiege der
Nordwind,
Der mein zärtlich Geseufz' wegbrüllt! so säug' ich das LiedleinDir mit gebrochenem Laute der unaussprechlichen Inbrunst,
Das mein guter Student mir fertigte; stark und natürlich!
Bald dann würde dir weich, hartherzige Dirne, der Starrsinn!Frisch den Versuch! Sonst schlag' ich mit donnernder Kolbe die
Tühr' ein.
Schönstes Wildpret dieser Fluren,
Fällt dich niemahlS Schuß und Netz?