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»O laßt Eurem Vater das letzte Glück,
„O laßt.ihm den letzten Erben!
»Die Beyden kehren doch nimmer zurück;
»Kein werben
»Um Liebe war's, — nein, um Verderben!" —
Doch der Ritter spricht:
»Ich kenne die Pflicht,
»Und scheide nicht von den Lieben.
»Vermeldet dem Vater die Trauergeschicht',
»Und wir wären uns treu geblieben." —
So drückt' er dem Pferde die Sporne ein,
Die Gräfinn grüßt' er noch heiter,
Dann stürzt' er sich schnell in die Felsen hinein,
Und Reiter
Und Ryß sah kein Auge weiter.
T)ie Gräfinn sankSinnlos, todtkrank»
Noch am Abend auf's Siechbett nieder;
Und was ihr stets in die Ohren klang.
Das waren die Worte der Brüder.
Man zählte sie zu den Lebendigen kaum»
Wohl täglich mard's schlimmer und schlimmer,
Es quälte sie ein gräßlicher Traum,
Und immer
Vernahm sie's, wie Geistergewimmer.
»Ade! süße Braut!
»Der Morgen graut,
»Den Todeskuß auf die Wange;
»Wir haben dich oben lieb angeschaut,
»Wir harrten deiner schon lange." —
So riefs ihr im Traume; doch endlich fandSich der Kräfte volleres Streben;
Sie erwachte neu an des Grabes Rand,
Dem Leben, —
Der Freude nicht wieder gegeben.
Sie warf den BlickAuf ihr Leben zurück,
Sah überall Qual und Schmerzen;