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2 (1824) Bibliothek der Humanitäts-Wissenschaften zur Selbstbildung für Jünglinge von reiferem Alter : philosophische Wissenschaften
Entstehung
Seite
251
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Reiche den Faden mir erst; dann sollen die Gartenvertöandten,

Die sich von ferne nur sahn, neben einander sich freu».

E r.

Was bewundr' ich zuerst? was zuletzt? die herrlichen Blumen ?Oder der Finger Geschick? oder der Wählerinn Geist?

S i e.

Gib auch Blätter, den Glanz der blendenden Blumen zu mildern;Auch das Leben verlangt ruhige Blätter im Kranz.

E r.

Sage, was wählst du so lange bey diesem Strauße? Gewiß istDieser Jemand geweiht, den du besonders bedenkst.

S i e.

Hundert Sträuße vertheil' ich des Tags, und Kränze die Menge,Aber den schönsten doch bring' ich am Abende dir.

E r.

Ach! wie wäre der Mahler beglückt, der diese GewindeMahlte, das blumige Feld, ach! und die Göttin» zuerst.

S i e.

Aber doch mäßig beglückt ist der, mich dünkt, der am BodenHier sitzt, dem ich, den Kuß reichend, noch glücklicher bin.

E r.

Ach, Geliebte, noch Einen! die neidischen Lüfte des MorgensNahmen den ersten sogleich mir von den Lippen hinweg.

S i e.

Wie der Frühling die Blumen mir gibt, so geb' ich die KüsseGern dem Geliebten; und hier sey mit dem Kusse der Kranz!

E r.

Hält' ich das hohe Talent des Paustas glücklich empfangen:Nachzubilden den Kranz, wär' ein Geschäfte des Tags!

S i e.

Schön ist er wirklich. Sieh' ihn nur an! Es wechseln die schönstenKinder Flvrcns um ihn, bunt und gefällig, den Tanz.