Reiche den Faden mir erst; dann sollen die Gartenvertöandten,
Die sich von ferne nur sahn, neben einander sich freu».
E r.
Was bewundr' ich zuerst? was zuletzt? die herrlichen Blumen ?Oder der Finger Geschick? oder der Wählerinn Geist?
S i e.
Gib auch Blätter, den Glanz der blendenden Blumen zu mildern;Auch das Leben verlangt ruhige Blätter im Kranz.
E r.
Sage, was wählst du so lange bey diesem Strauße? Gewiß istDieser Jemand geweiht, den du besonders bedenkst.
S i e.
Hundert Sträuße vertheil' ich des Tags, und Kränze die Menge,Aber den schönsten doch bring' ich am Abende dir.
E r.
Ach! wie wäre der Mahler beglückt, der diese GewindeMahlte, das blumige Feld, ach! und die Göttin» zuerst.
S i e.
Aber doch mäßig beglückt ist der, mich dünkt, der am BodenHier sitzt, dem ich, den Kuß reichend, noch glücklicher bin.
E r.
Ach, Geliebte, noch Einen! die neidischen Lüfte des MorgensNahmen den ersten sogleich mir von den Lippen hinweg.
S i e.
Wie der Frühling die Blumen mir gibt, so geb' ich die KüsseGern dem Geliebten; und hier sey mit dem Kusse der Kranz!
E r.
Hält' ich das hohe Talent des Paustas glücklich empfangen:Nachzubilden den Kranz, wär' ein Geschäfte des Tags!
S i e.
Schön ist er wirklich. Sieh' ihn nur an! Es wechseln die schönstenKinder Flvrcns um ihn, bunt und gefällig, den Tanz.