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Künste deS Raumes (plastische), welche durch neben einanderbefindliche Zeichen wirken, und deren Darstellungen simultansind; und Künste der Zeit und des Raumes zugleich (tonisch-plastische) , welche Key ihren Darstellungen Zeit und Raum ingleichem Maße ansprechcn; und in ihren Gestaltungen eigent-lich succeffiv-simultan sind. Zu den tonischen Künsten gehörendie Tonkunst, Dichtkunst und Redekunst; zu den plastischendie Zeichenkunst, Mahlerey, Kupferstecherkunst, Seulptur,Baukunst; zu den tonisch-plastischen die Mimik, die Tanzkunstund die Schauspielkunst.
Tonische Künste,s) Musik.
67.
Tonkunst ist die Darstellung des Schönen durch unarticu-lirte Töne, als Zeichen eines bewegten Gemüthes. Von eini-gen wird sie daher erklärt als Poesie in ungegliederten Tönen.Unarticulirt heißen die Töne, wenn sie durch die Sprachorganenoch nicht in bestimmte Glieder zerlegt sind. Die Tonkunst isthiernach an die Zeit gebunden, und kann nur das Aufeinander-folgende darstellen. Als Ausdruck des bewegten Gemüthes istsie der lyrischen Poesie nahe verwandt.
68 .
Die Seele der Musik ist der Rhythmus; er besteht in derperiodischen Eintheilung des Gleichartigen, und gefällt unab-hängig von den Tönen, bloß durch die Gesetzmäßigkeit derTonbewegungen. Die gleichgemefsenen Schritte der rhythmi-schen Bewegung heißen Tacte. Aus der Vereinigung meh-rerer Tacte zu einem Glieds, entsteht eine Art des höherenRhythmus.
69.
Die Geschwindigkeit der Bewegung in der Musik voneinem Tone zum andern wird Tempo genannt. Eigentlich