Ein ftaterthurer Raubritter des XVII. Jahrhunderts.
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Die Herrschaft Elgg war von jeher ein Bcsitzthum, welches, vielmal feil, immer einenlüsternen Käufer fand. Sic umfasste nicht nur das schön gelegene Sehloss mit dem reichenSchlosshofe und ausgedehnten Zehntenländereien, ihrer Gerichtsherrlichkeit folgten auch derFlecken Elgg und die zehn Höfe des sogenannten stählernen Bundes: Oberschlatt, Wenzikon,Schauenberg, Hofstetten, Oberhofen, Dickbuch, Gerctschweil, Rystal, Steig und Tösseck.Selbst als gegen das Ende des XV. Jahrhunderts (1494) Herdegen von Hinweil diese 10Höfe an Zürich abgetreten, und mit denselben die Grafschaft Kyburg erweitert hatte, bliebdie Herrschaft nicht lange ohne einen Käufer, sobald sie feilgeboten wurde. Im Jahre 1599kam sie in Besitz des preussischen Freiherrn Bonaventura von Bodeck, der KaiserlicherRath, als Gesandter Kaisers Rudolf II. bei der Eidgenossenschaft aecreditirt war. Im Besitzedieser Familie blieb die Herrschaft bis 1637, wo dieselbe in ihre deutsche Heimat zurückkehrteund die Herrschaft feil bot. 11 Zürich hätte gerne die Gerichtsherrlichkeit käuflich an sichgebracht, aber seine finanzielle Lage erlaubte ihm nicht, eine so bedeutende Ausgabe zumachen. So kam es, dass der Statthalter von Winterthur, Peter Sulzer für sich und seineFamilie die Herrschaft erwerben konnte um die Summe von 60,000 Gulden. Um sich denZürichern gefällig zu zeigen, trat der neue Käufer ihnen einen Theil des zu dem Schlossegehörigen Zehnten um 16,000 Gulden ab, so dass ihn die neue Erwerbung noch auf 44,000Gulden zu stehen kam; immerhin eine beträchtliche Summe, welche zeigt, wie sehr sich derPrivatbesitz in Winterthur gehoben hatte. Für dieselbe Erscheinung bietet indess das Jahr1687 noch einen andern Beweis in dem Umstände dar, dass der Rath der Stadt sich miteiner Art sozialer Fragen zu befassen hatte. Es zeigte sich nämlich der in den Augen desRathcs verderbliche Uebelstand, dass „ettlichc durch ihr gross haab und gut alles verlegt,in :>, 4, 5 und mehre gewerb getrieben, alles an sich gezogen und der christlichen liebeund ihres nächsten gar vergessen." Leider ist uns nicht überliefert, zu welchem Resultatedie eingehenden Berathungen über diese Angelegenheit geführt haben; und es ist nicht unwahr-scheinlich, dass es bei der Feststellung der Thatsache sein Verbleiben hatte, da die Zeit derVerwirrung und des Krieges nicht dazu angethan war, eingreifende Massregeln gegen dasUebel zu ergreifen.
So sehr auch die Aufmerksamkeit der Winterthurer nach Aussen in Anspruch genommenwurde, an Tagen der festlichen Freude fehlte es nicht. Ein solcher Tag war unter andernder 21. Januar 1637, an welchem Peter Sulzer seinen Einzug in das Sehloss Elgg hielt und
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11 Trotz, dieses nur kurzen Besitzes figurirt im Wappentmch von Fürst das Wappen der „Bodeekerzu Ellfföw" unter denen des schweizerischen Adels.