die alte Leipziger Lesehalle, das „Literarische Mu-seum", erwarb und einige Monate darauf, ami. Oktober, den Verlag gründete, dessen Firmen-schild „Philipp Mclam zun." heute zur Jahr-hundertfeier bekränzt ist: Zeiten der Erschöpfungund seelischen Maktion nach dem heroischen Tu-mult der napoleonischen Epoche, die Zeit des„Deutschen Bundes", der künstlichen Wiederher-stellung guter, frommer alter Ordnung, die Zeitder Zensur, der Büttel-Bevormundung, der Kngstund der öewalt. Der junge Mensch, Knton Phi-lipp also, hatte sich von seinem Vater dreitausendTaler Vorschüssen lassen, um die Lesehalle zukaufen, und die Erwerbung mochte den polizei-siaatsmännern zeigen, wes Eeistes Kind er war;denn das sogenannte Museum war eigentlichnichts weniger als ein Museum, sondern ein ge-fährlich lebensvoller Ort, eine Stätte der Lektüre,der Diskussion, der Kritik, wo alles verkehrte,was im guten Leipzig der falschen und frömm-lerischen Ordnung aufsässig war, Schriftstellerund Bürger, die für ein kleines Eintrittsgeld hierdeutsche und ausländische Zeitungen lasen, auchdie graste Leihbibliothek benutzen und dem diebi-schen öenusse frönen konnten, sich öedanken zumachen. Sie taten es nun als 6äsie des jüngstenunter Leipzigs Buchhändlern, den wir uns in der
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