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Zwei Festreden
Entstehung
Seite
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Da haben wir den Ausdruck eines glücklicherenVertrauens, als der Konservativismus des Todesdem Leben entgegenzubringen vermag, und wirwollen nicht wahr haben, wir wollen es, ent-gegen manchem niederschlagenden Augenscheinvon heute, bestreiten, das solches Vertrauen deut-schem Bürgersinn wesentlich fremd sei. Wir füh-len uns da in die ^olle Pogners in denTNeisier-singern" gedrängt, wie er in seiner schönen An-sprache an die Weisier erklärt, es habe ihnoftverdrossen,

dag man den Bürger wenig preist,ihn karg nennt und verschlossen."

Des bitteren Tadels ward ich satt," sagt er, undwir sagen es mit ihm, indem wir uns eines Lieb-lingzitates, der Frage öoethes, erinnern:

Wo kam die schönste Bildung her,

Und wenn sie nicht vom Bürger wär'?"

Oer Tag isi recht, die Frage anzuführen, dennes isi der öedenk- und Iubeltag eines Bürger-geschlechtes, das den öeisi liebte, das ihm ver-traute, und das dieses Vertrauen forterbend zurörundlage seiner Chre und seiner Blüte machte.Cs waren matte, rückschlägige, bedrückte Zei-ten, als, am i. April 1828, der einundzwanzig-jährlge Buchhändlerssohn Anton Philipp ^eclam

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