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Zwei Festreden
Entstehung
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gendes Hochgefühl, es war psychologische Prosa,es war ein naturalistischer vornan, in seinemliterarischen Habitus stark international be-stimmt, und statt jenes priesterlichen 5chönheits-idealismus, der der guten alten Trave so kleid-sam zustatten gekommen war, erzählte er aufteils düstere, teils komische Art von Lebens-dingen, von beburten, Taufen, Hochzeiten undbitteren 6terbefällen, vermischte er pessimistischeMetaphysik mit einer satirischen Lhärakteristik,die im ersten Augenblick, und nicht nur im ersten,als das öegenteil von Liebe, Sympathie, Ver-bundenheit wirken mustte, so sehr als das 6egen-teil, dast hierzuhause dem viel angeführten Wortvon dem Vogel, der sein eigenes Nest beschmutzt,nur wenige zu widersprechen wagten.

Vielleicht wagte nicht einmal der junge Autorund Übeltäter selbst, ihm zu widersprechen. Ohmwar es ja, offen gestanden, wirklich nicht umeine ölorifikation Lübecks zu tun gewesen, son-dern um den aus allen literarischen Zonen undaußerdem von Wagner her beeinflustten Versucheines Prosa-Epos, in das er die recht unlübecki-schen geistigen Erlebnisse einströmen liest, dieseine zwanzig Jahre erschüttert hatten: den musi-kalischen Pessimismus Schopenhauers, die Ver-fallspsychologie Nietzsches, und dessen örtlich-