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Zwei Festreden
Entstehung
Seite
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ihrer Vertraulichkeit als gerechtfertigt empfindenwerden durch den Stolz und die Festlichkeit unse-res gemeinsamen historischen bedenkens.

Vielleicht haben manche von Ihnen schon voneinem belehrten, einem Literaturforscher gehört,der den neuen, merkwürdigen und übrigens sehrdeutschen Versuch unternommen hat, eine kri-tische Ordnung unseres Schrifttums nicht nachSchulen und Dichtungen, sondern nach Stäm-men, eine landschaftliche Literaturgeschichte also,aufzustellen. Nun denn, wenn ich sagte, dast ichals Künstler Lübecker geblieben sei, so meine ichdamit und bin mir dessen bewustt, dast ich imNadlerschen Sinn das Patrizisch-Städtische, dasstammesmästig Lübeckische oder das allgemeinHanseatische heute, und zwar nicht nur durch denLübecker NomanBuddenbrooks", literarisch-dichterisch darstelle und vertrete, wobei nur zubegreiflich ist, dast meine Landsleute eine solcheRepräsentation lange Zeit durchaus nicht an-erkennen wollten und viel eher den bindruck derNlistratenheit und des Verrats, als den der Echt-heit und Treue hatten. Sie waren an anderesgewöhnt. Sie hatten ihr Nepräsentanten-Oenk-mal auf dem Platze hier in der Nähe (in Lübeckist ja allesin der Nähe"): den thronenden Poe-ten, zu dessen Fristen der klassizistische benius