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Ansprache im Goethejahr <<1949>> [neunzehnhundertneunundvierzig]
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vieles, was bestehe, sei gar dumm und schlecht, und was im Jahre 1800 vernünftig gewesensei, das könne 1850 sträflicher Unsinn sein. Er hat gerufen:

Entzieht euch dem verstorbenen Zeug,

Lebendiges laßt uns lieben!

Und seiner Weisheit letzter Schluß heißt:Es gilt im Grunde doch nur: vorwärts.

Ganz gewiß sind des Teufels Wahrheiten auch wahr in ihm, aber durch Faustens Mund sprichter zu ihm:

Dein widrig Wesen, bitter, scharf,

Was weiß es, was der Mensch bedarf?

Und als der hämische Begleiter den Faust verhöhnt, der an Kaisers Hof gern zum Glück derMenschen regieren, im Bunde mit der Macht auf Erden das Bessere, das Edel-Wünschbare her-steilen möchte, da ist ihm die Antwort vorgesehen:

So höre denn, wenn du es niemals hörtest:

Die Menschheit hat ein fein Gehör,

Ein reines Wort erreget schöne Taten.

Der Mensch fühlt sein Bedürfnis nur zu sehrUnd läßt sich gern im Ernste raten.

Was hat Goethe uns bedürftigen Menschen geraten? Die Zeitgenossen hat oft genug ein zumScheiden und Werten unwilliger Objektivismusder Objektivismus der Kunst und Natur,

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